Öjendorfer See
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Gewässer-Profil
Rund um den Öjendorfer Park gibt es mehrere kostenlose Parkplätze, unter anderem nördlich des Sees. Mit dem HVV-Bus bis zur Haltestelle Gleiwitzer Bogen, von dort zu Fuß ans Nordufer.
Ein rund 3,4 km langer, nahezu ebener Rundweg führt am Ufer entlang. Zwei Badestellen mit flachem Sandstrand liegen im Norden und Süden. Das Nordufer ist Vogelschutzgebiet. Angeln ist ganzjährig untersagt.
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Beschreibung
Ein Sandgruben-See im Hamburger Osten
Zwischen Billstedt und der Stadtgrenze nach Barsbüttel liegt der Öjendorfer See, mit rund 46 Hektar eine der größten Wasserflächen Hamburgs. Seine Geschichte beginnt als Sandgrube: Von 1925 bis 1929 holte man hier Sand und Kies heraus, um die Horner Marsch aufzuhöhen. Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte eine Trümmerbahn den Schutt der zerstörten Stadtteile Hamm und Horn in die Grube und füllte sie teilweise wieder auf. Seit 1954 verbindet ein Durchstichgraben den See mit dem Schleemer Bach, seither wirkt die Wasserfläche als Rückhaltebecken für den Bach. Ab 1959 wurde das Umland zum Öjendorfer Park umgestaltet, der den See heute vollständig einrahmt.
Angeln ist hier ganzjährig untersagt
Das Wichtigste zuerst, damit niemand umsonst anreist: Am Öjendorfer See ist das Angeln ganzjährig verboten. Der See wird nicht fischereilich bewirtschaftet, ein zuständiger Verein ist nicht ausgewiesen. Erlaubnisscheine oder Gastkarten gibt es für dieses Gewässer nirgends. Hamburg führt den See als Bade- und Erholungsgewässer, nicht als Angelrevier. Wer im Osten der Stadt fischen möchte, findet die passenden Reviere an der Dove-Elbe, an der Gose-Elbe oder am Hohendeicher See. Welche Karten dort nötig sind, klärst du am besten direkt beim jeweiligen bewirtschaftenden Verein.
Flaches Wasser, dichter Bestand, geschütztes Nordufer
Trotz der Größe bleibt der See überraschend flach. An der tiefsten Stelle misst er 3,4 Meter, im Mittel sind es nur 1,8 Meter. Bei etwa 1,3 Kilometern Länge und einem halben Kilometer Breite heizt sich der Wasserkörper im Sommer schnell auf, was in mehreren Jahren zu starkem Blaualgenaufkommen und zeitweiligen Badeverboten geführt hat. Arm ist der See deshalb nicht: Nachgewiesen sind neben Aal, Hecht, Karpfen und Schleie auch Quappe, Rapfen, Karausche und der seltene Bitterling. Das Nordufer gehört zu einem Vogelschutzgebiet und dient unter anderem Rohrdommeln als Überwinterungsplatz. Baden und Betreten sind dort nicht gestattet.
Blaualgen und Badesaison
Das flache, nährstoffreiche Wasser hat eine Kehrseite. In heißen Sommern kippt die Sichttiefe rasch, und der Bezirk sperrt die Badestellen. 2011 endete die Badesaison bereits Anfang August, im Hitzesommer 2018 war der Grenzwert für Cyanobakterien schon Mitte Juli um ein Vielfaches überschritten. Zuletzt sperrte das Bezirksamt Hamburg-Mitte im August 2025 wegen stark erhöhter Blaualgen-Werte erneut die Badestellen. Wer herkommt, achtet deshalb am besten auf die Aushänge vor Ort, denn die Lage kann sich innerhalb weniger Tage drehen.
Unterwegs im Öjendorfer Park
Rund um das Wasser führt ein Rundweg von etwa 3,4 Kilometern, der kaum Höhenmeter hat und sich gut für einen ruhigen Spaziergang eignet. Am Ostufer wird es parkartig, dort gibt es mehrere Wegvarianten und kleine Anhöhen mit Blick über die Fläche. Das Westufer verläuft dagegen weitgehend geradlinig. Im Norden und Süden liegen zwei Badestellen mit flachem Sandstrand, dazu Liegewiesen, Spielplätze und Kioske. Im Süden ist ein Nichtschwimmerbereich abgegrenzt, ein Grillplatz liegt in der Nähe. Parkplätze rund um den Öjendorfer Park kosten nichts, mit dem HVV kommst du über die Bushaltestelle Gleiwitzer Bogen ans Nordufer.