Boberger See
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Gewässerdaten
Verein
Gewässer-Profil
Alle Zufahrten sind für Kraftfahrzeuge gesperrt. Geparkt wird am Parkplatz Boberger Torfsee, von dort geht es zu Fuß oder mit dem Rad weiter.
Der See ist nur über längere Fußwege erreichbar, auch über den Billwerder Billdeich und die Billebrücke am Billwerder Kirchenstieg. Das Westufer ist Schongebiet und darf nicht betreten werden.
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Beschreibung
Kiessee mitten in der Boberger Niederung
Zwischen dem Segelflugplatz Boberg und der Bille liegt der Boberger See, ein ausgebaggerter Kiessee im Osten von Hamburg. Ab etwa 1937 holte man hier Sand für den Autobahnbau heraus, zurück blieb eine knapp acht Hektar große Wasserfläche inmitten der Dünen- und Heidelandschaft der Boberger Niederung. Bewirtschaftet wird das Pachtgewässer vom Bergedorfer Anglerverein von 1954. Du angelst hier in einem Naturschutzgebiet, und das prägt den Tag am Wasser deutlich stärker als an den Vereinsteichen ringsum.
Sandgrund, klares Wasser und steile Baggerkanten
Rund elf Meter misst der See an seiner tiefsten Stelle, damit gehört er zu den tieferen Stillgewässern im Hamburger Osten. Der Grund besteht überwiegend aus Sand und weichem Schlick, das Wasser bleibt meist klar. Auf durchschnittlich etwa 330 Metern Länge und 170 Metern Breite wechseln flach auslaufende Badebereiche mit abfallenden Kanten aus der Baggerzeit. An diesen Kanten stehen Hecht und Zander, während sich Schleie und Karpfen eher an den bewachsenen Uferzonen und Schilfrändern aufhalten. Das Westufer bleibt als Schongebiet komplett tabu, dort brauchst du gar nicht erst nach einem Platz zu suchen.
Wie du den See anfischst
Weil jedes Anfüttern im Naturschutzgebiet Boberger Niederung untersagt ist, funktioniert das Weißfischangeln hier anders als am Vereinsteich. Feine Montagen und ein sauber geführter Köder bringen mehr als jede Futterstrategie. Auf Raubfisch lohnt sich die Spinnrute außerhalb der Hecht- und Zanderschonzeit, wobei du überhängenden Bewuchs und Schilfkanten vom Ufer aus anwerfen musst. Ein Boot ist auf dem See nicht erlaubt.
- Leichte Grundmontage oder Matchrute mit Mais, Wurm oder Madenbündel auf Schleie, Brassen und Rotaugen
- Wobbler und Gummifische an den abfallenden Kanten und vor den Schilfzungen
- Frühe Morgenstunden vor dem Badebetrieb, im Sommer die einzige wirklich ruhige Zeit am Wasser
Anreise, Baden und Rücksicht
Ans Wasser kommst du nur zu Fuß oder mit dem Rad. Sämtliche Zufahrten sind für Kraftfahrzeuge gesperrt, üblicher Startpunkt ist der Parkplatz Boberger Torfsee. Alternativ führt der Weg über den Billwerder Billdeich und die Billebrücke am Billwerder Kirchenstieg. Rechne mit einem ordentlichen Fußmarsch samt Gepäck, ein leichter Trolley oder eine reduzierte Ausrüstung machen den Tag angenehmer.
Der Nordoststrand ist ein beliebter Badeplatz, im Südwesten liegt ein FKK-Bereich. Baden darf niemand untersagt werden, in der warmen Jahreszeit teilst du dir den See also mit vielen Gästen. Wer früh kommt, im Herbst und Winter angelt oder die ruhigeren Abschnitte abseits des Strandes wählt, hat den See dagegen oft fast für sich. Aktuelle Auflagen und Kartenfragen klärst du am besten direkt beim Verein.