Havel-Oder-Wasserstraße
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Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 5 Orte: Angeln am Havel-Oder-Wasserstraße bei Hohensaaten, Lunow und Streckenende bei Stolpe. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Hohensaaten
Friedrichsthaler Wasserstraße Revier-Sitz
Lunow
Stolzenhagen
Streckenende bei Stolpe
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Beschreibung
Ab der Westschleuse Hohensaaten läuft der Schifffahrtskanal der Havel-Oder-Wasserstraße schnurgerade nach Norden, am westlichen Rand des unteren Odertals entlang. Die vom Landesanglerverband gepachtete Strecke endet nach gut 11 Kilometern bei Kilometer 104,14 kurz vor Stolpe. Dazwischen liegen Lunow und Stolzenhagen, zwei Orte, an denen du ohne lange Wege ans Wasser kommst.
Ein Kanal ohne Strömung, aber mit Verkehr
Der Kanal ist als Wasserstraße der Klasse IV ausgebaut und trägt bis zu 2 Meter Abladetiefe. Für dich heißt das gleichmäßige Böschungen, ein sauber ausgeräumtes Profil und so gut wie keine Strömung. Struktur findest du deshalb selten in der Mitte, sondern an den Kanten. Steinschüttungen, Dalben, Anleger und die Mündungen der Gräben aus dem Polder sind die Stellen, an denen sich Fisch sammelt. Berufsschifffahrt läuft hier täglich. Wer nah am Fahrwasser ansitzt, holt seine Montage besser rechtzeitig ein.
Womit du rechnen kannst
Der Bestand ist der der Oder, weil Kanal und Strom über die Schleusen zusammenhängen. Barsch steht an den Steinpackungen, Hecht und Zander jagen an den Kanten, und im Sommer ziehen Rapfen und Aland oben. Auf Grund kommen Brassen, Güster und Karpfen, dazu Wels und Aal, die beide besser in der Dämmerung beißen. Weißfisch ist reichlich da, was die Strecke auch für leichte Grundmontagen interessant macht.
Der Nationalpark redet mit
Östlich des Kanals beginnt der Nationalpark Unteres Odertal, und seine Fischereiverordnung reicht bis ins Wasser hinein. Sie nennt die Bundeswasserstraßen ausdrücklich und begrenzt dort die Futtermenge. Rund um Biberburgen gilt ein Mindestabstand, im Frühjahr kommen Schutzkreise um Greifvogelhorste dazu, und das Deichvorland am Lunow-Stolper Polder darfst du nur auf gekennzeichneten Wegen queren. Für die Polder selbst gelten noch einmal eigene, engere Regeln. Der Kanal gehört nicht dazu.
Wie du die Strecke angehst
Der Süden bei Hohensaaten ist der bequemste Einstieg, weil Schleuse, Hafenbecken und die Verbindung zur Oder dort auf engem Raum liegen und das Wasser ständig in Bewegung bleibt. Nach Norden hin wird es ruhiger. Bei Lunow und Stolzenhagen führen Wege vom Ort direkt an die Böschung, ab dort lohnt es sich, die Strecke zu Fuß abzugehen und die Kanten abzuklopfen. Am Nordende bei Kilometer 104,14 ist Schluss. Der Kanal läuft weiter Richtung Schwedt und Friedrichsthal, diese Strecke nicht. Das nördliche Stück zwischen der Brücke Gatow und der Westoder ist ein eigenes Revier mit eigener Karte, dazwischen liegt kein Angelwasser des Verbandes. Wer nicht im Verband ist, kommt über eine Tages-, Wochen- oder Jahreskarte des Fischereibetriebs ans Wasser. Welche Karte du brauchst und was gerade gilt, prüfst du vor der Tour.