Gewässer

Mittellandkanal Recke bis Broxten (km 8 bis 48)

Recke bis Ostercappeln, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen
Anglerverband Niedersachsen e.V.
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Ein Angel-Revier über 40 km: von Obersteinbeck (Recke) bis Schwagstorf (Ostercappeln)
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Fang-Bedingungen
Gut Am besten 6 bis 10 Uhr, in 4 Stunden
ca. 14 °C Wasser 23 km/h SW
Beste Zeit der Woche: Do 16 bis 21 Uhr Alle Bedingungen: 7 Tage, Analyse

Orte an dieser Strecke

Dieses Revier reicht über 8 Orte: Angeln am Mittellandkanal bei Obersteinbeck (Recke), Bramsche und Schwagstorf (Ostercappeln). Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.

Recke bis Ostercappeln Revier-Sitz

km 8

Obersteinbeck (Recke)

km 13

Recke

Pegel Recke

km 22

Westerkappeln

km 32

Bramsche

Pegel Bramsche

km 40

Kalkriese

km 47

Broxten

Pegel Broxten

km 48

Schwagstorf (Ostercappeln)

Gewässerdaten

Gewässertyp 1
Angeltechniken 3
Gewässerregeln 23
Angelschirm / Wetterschutz Erlaubt
Gastkarten erhältlich Erlaubt
Angeln mit lebendem Köderfisch Verboten
Belly-Boot Verboten
Bootsangeln Verboten
Eisangeln Verboten
Hältern lebender Fische Verboten
Lagerfeuer / Grillen Verboten
Nutzung von Drohnen Verboten
Reusen / Netze / Senke Verboten
Setzkescher Verboten
Unbeaufsichtigtes Auslegen von Ruten Verboten
Zelten / Übernachten Verboten
Angeln nur vom Betriebsweg oder von der Berme Hinweis
Drei Ruten mit je einem Haken, davon höchstens zwei als Raubfischangeln Hinweis
Fangstatistik und Angeltage sind Pflicht Hinweis
Fischereischein im nordrhein-westfälischen Abschnitt Pflicht Hinweis
Fänge nur für den Eigenbedarf Hinweis
Kescher, Hakenlöser, Maßband und Abhakmatte mitführen Hinweis
Köderfisch und Fischfetzen vom 1. Februar bis 31. Mai gesperrt Hinweis
Mehrfachhaken nur bei der Raubfischangelei, höchstens zwei Drillinge je Köder Hinweis
Mündungsbereiche der Stichkanäle für Gastangler gesperrt Hinweis
Spinnangeln mit Kunstködern vom 1. März bis 31. Mai gesperrt Hinweis

Verein

Anglerverband Niedersachsen e.V.

Brüsseler Straße 4, 30539 Hannover, Niedersachsen, Deutschland

Gewässer-Profil

4,0m
Max. Tiefe
40,0km
Länge
42 bis 55m
Breite
50,3 m ü. NHN
Höhe
Angelsaison
Ganzjährig befischbar. Vom 1. März bis 31. Mai ruht die Spinnangelei mit Kunstködern. Köderfisch und Fischfetzen sind vom 1. Februar bis 31. Mai gesperrt.
Parkmöglichkeiten

Geparkt wird nur auf zugelassenen Parkplätzen oder verkehrsrechtlich freigegebenen Flächen. Der Betriebsweg am Kanal ist kein Abstellplatz.

Zugänglichkeit

Beide Ufer sind über befestigte Betriebswege erreichbar. Geangelt wird vom Betriebsweg oder von der Berme in der Uferbefestigung, die Böschung nur so weit betreten, wie der Zugang es erfordert.

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Beschreibung

Der Mittellandkanal zweigt am Nassen Dreieck bei Bergeshövede vom Dortmund-Ems-Kanal ab. Die Angelstrecke setzt erst bei Kanalkilometer 8 ein, an der Brücke der L 504 bei Recke im Kreis Steinfurt, und läuft von dort 40 Kilometer schnurgerade nach Osten bis Broxten bei Ostercappeln. Hinter Westerkappeln wechselt der Kanal von Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen in den Landkreis Osnabrück. Zwischen Bergeshövede und der Schleuse Anderten liegt kein einziges Stauwerk, das Wasser steht auf der ganzen Strecke auf 50,3 Meter über NHN. Strömung entsteht nur dort, wo die Schifffahrt sie macht.

Wie der Kanal unter Wasser gebaut ist

Das Profil wiederholt sich kilometerweit, und genau das macht es lesbar. Zwischen den Spundwänden liegen 42 Meter, im offenen Trapezabschnitt sind es bis zu 55 Meter Wasserspiegelbreite, in der Fahrrinne stehen rund 4 Meter. Spannend ist nicht die Mitte, sondern die Kante. Die Steinschüttung der Böschung fällt schräg ab und endet auf der Berme, dahinter bricht die Sohle weg. An dieser Stufe ziehen Brassen und Rotaugen entlang, und dort steht auch der Barsch, wenn er jagt.

Interessant wird der Kanal überall dort, wo etwas aus dem Schema fällt.

  • Der Stichkanal Osnabrück zweigt bei Bramsche ab, dort trifft stehendes auf bewegtes Wasser
  • Wendebecken und Liegestellen bringen zusätzliche Tiefe und zusätzliche Kanten
  • Brückenpfeiler und Anleger geben Raubfischen Deckung auf sonst strukturloser Strecke

Die Mündungstrichter sind stark beangelt und für Gastangler gesperrt. Welche Bereiche das betrifft, steht in der Gewässerordnung des Verbandes.

Was hier beißt und wann

Als Aal- und Zanderstrecke hat der Kanal seinen Ruf, und daran hat sich wenig geändert. Aal kommt in der Dämmerung an die Steinpackung, Zander steht tagsüber tiefer und rückt abends an die Kante. Hecht findest du eher an den Ausbuchtungen als auf der geraden Strecke. Tagsüber tragen Brasse, Rotauge, Karpfen und Schleie das Geschehen, Flussbarsch geht praktisch das ganze Jahr. Die Quappe gilt im nordrhein-westfälischen Teil als ganzjährig geschont und geht schonend zurück ins Wasser.

Zugang und Umgang mit der Strecke

Beide Ufer haben einen befestigten Betriebsweg. Der Einstieg gelingt dadurch fast überall, und mit dem Rad bist du schnell weit weg vom nächsten Parkplatz. Geangelt wird vom Weg oder von der Berme in der Uferbefestigung, die Böschung bleibt so weit wie möglich unberührt. Das Auto steht auf zugelassenen Parkplätzen, nicht auf dem Betriebsweg. Ein gummierter Spundwandkescher gehört mit ans Wasser, sonst bekommst du einen guten Fisch die Wand nicht hoch.

Bewirtschaftet wird die Strecke vom Anglerverband Niedersachsen, dessen Erlaubnis hier ab Kanalkilometer 8 greift. Der Abschnitt davor gehört nicht dazu. Welche Papiere im nordrhein-westfälischen Teil zusätzlich nötig sind, klärst du vor dem ersten Wurf beim Verband.

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