Jade
Auf der Karte
Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 10 Orte: Angeln am Jade bei Wilhelmshaven Alter Vorhafen, Schillig und Wangerooge West. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Wilhelmshaven Revier-Sitz
Wilhelmshaven Alter Vorhafen
Wilhelmshaven Neuer Vorhafen
JadeWeserPort
Hooksielplate
Schillig
Mellumplate
Wangerooge Ost
Wangerooge Nord
Wangerooge West
Gewässerdaten
Gewässer-Profil
Auf dem Festland führen Straßen bis an die Deiche bei Schillig, Hooksiel und Wilhelmshaven, von dort geht es zu Fuß weiter. Wangerooge ist autofrei, die Anreise läuft über Fähre und Inselbahn.
Fast die gesamte Fläche liegt im Nationalpark Wattenmeer. In Erholungs- und Zwischenzone ist die Freizeitfischerei frei, in der Ruhezone nur von zugelassenen Wegen aus. Das Hafengebiet Wilhelmshaven ist kein freies Küstengewässer und braucht einen besonderen Fischereierlaubnisschein.
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Beschreibung
Die Jade ist kein Fluss im gewohnten Sinn, sondern eine Meeresbucht, die zweimal am Tag ihr Gesicht wechselt. Zwischen dem Jadebusen im Süden, den Kajen von Wilhelmshaven und den Buhnen von Wangerooge liegen gut 40 Kilometer Wasser, das mit jeder Tide um knapp drei bis fast vier Meter steigt und wieder fällt. Wer hier ansetzt, plant nicht nach Uhrzeit, sondern nach Wasserstand.
Was hier beißt und wann du ansetzt
Im kühlen Halbjahr bestimmen Plattfische das Bild. Sie stehen in den Rinnen und Prielen, dazu kommen Wittling und Dorsch. Wird das Wasser wärmer, ziehen Wolfsbarsch und Hornhecht über die flachen Platen. Ab März lohnen sich die Strände wieder richtig.
Die Bisszeit hängt an der Tide. Zwei bis drei Stunden vor Hochwasser wird es interessant, und die erste Stunde mit ablaufendem Wasser gehört noch dazu. Wattwurm ist der Köder, an dem am wenigsten vorbeigeht. Auf der Insel gibt es kein Angelgeschäft, gestochen wird bei Niedrigwasser selbst.
Vom Deich, von der Buhne, von der Kaje
Auf Wangerooge sind die Steinbuhnen östlich und westlich des Badestrandes die erste Wahl. Von dort trägt der Wurf über die Rinnen, und beim Blinkern hast du in der Dämmerung die beste Chance. Die Insel ist autofrei, Fähre und Inselbahn bringen dich hin, dein Gerät trägst du selbst.
Auf dem Festland liegen die Zugänge am Deich, etwa bei Schillig, bei Hooksiel und an den Deichstrecken vor Wilhelmshaven. Am Jadebusen läuft das Wasser weit ab. Dort entscheidet die Kenntnis der Priele darüber, ob du am Wasser oder auf dem Trockenen sitzt.
Wo Nationalpark und Hafen mitreden
Fast die gesamte Fläche gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der Park ist in drei Zonen geteilt. In der Erholungszone ist das Angeln ausdrücklich vorgesehen, in der Zwischenzone ebenfalls frei, in der Ruhezone dagegen nur von den dafür zugelassenen Wegen und Flächen aus. Die Schilder am Übergang stehen nicht zur Zierde da.
Die zweite Grenze verläuft am Wasser selbst. Das Hafengebiet von Wilhelmshaven gehört nicht zu den freien Küstengewässern. Dort brauchst du einen besonderen Fischereierlaubnisschein, den der örtliche Sportfischerverein ausgibt. Ohne ihn bleibt die Rute im Hafen im Futteral. Rund um den Marinestützpunkt am Neuen Vorhafen und an den Umschlagsanlagen der Innenjade liegen Sperrbereiche, die vom Wasser wie vom Land aus tabu sind.
Was du mitbringen musst
In den niedersächsischen Küstengewässern brauchst du für die Handangel keinen Fischereischein. Der Ausweis gehört trotzdem in die Tasche. Mindestmaße und Schonzeiten gelten hier genauso wie im Binnenland, und für Wolfsbarsch und Aal kommen Vorgaben aus dem EU-Recht dazu, die sich von Jahr zu Jahr ändern können. Den aktuellen Stand vor der Tour bei der Fischereibehörde prüfen.