Ems
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Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 7 Orte: Angeln am Ems bei Pogum, Dukegat und Dollart. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Emden Revier-Sitz
Pogum
Emden Neue Seeschleuse
Knock
Dukegat
Emshörn
Dollart
Gewässerdaten
Gewässer-Profil
Vom Ufer wird an der Knock, bei Wybelsum und am Dollartdeich geangelt. Weite Wattflächen gehören zum Nationalpark. In Zwischenzone und Erholungszone ist die Freizeitfischerei frei, in der Ruhezone nur von zugelassenen Flächen und Zuwegungen aus.
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Beschreibung
Unterhalb von Pogum ist die Ems kein Fluss mehr, sondern ein Ästuar. Das Revier beginnt dort, läuft an Emden und der Knock vorbei, folgt dem Fahrwasser über den Dukegat bis vor die offene See bei Emshörn und schließt den deutschen Teil des Dollart ein. Salziges Wasser drückt zweimal am Tag herein, süßes läuft heraus, und dieser Wechsel bestimmt hier alles.
Freies Küstengewässer statt Vereinsstrecke
Fischereirechtlich gilt die Ems unterhalb der Papenburger Schleuse als Küstengewässer. Der Fisch- und Krebsfang ist dort frei. Es gibt keinen Bewirtschafter, keine Angelkarte und keine Gewässerordnung eines Vereins, an die du dich halten müsstest. Frei heißt trotzdem nicht regellos. Mindestmaße und Schonzeiten der Küstenfischereiordnung gelten unverändert, für den Aal besteht in den Küstengewässern derzeit ein Fangverbot, und beim Wolfsbarsch geben EU-Vorgaben Maß und Stückzahl vor. Was davon aktuell gilt, prüfst du am besten beim Staatlichen Fischereiamt, bevor du losfährst.
Was die Tide mit dem Angeln macht
Rund 3 Meter Tidenhub laufen durch dieses Revier, am Emder Fahrwasser etwas mehr, draußen bei Emshörn etwas weniger. Die Strömung ist entsprechend kräftig, leichtes Blei bleibt selten liegen, und die Beißzeiten hängen weniger an der Uhrzeit als an der Kenterung. Mit auflaufendem Wasser schiebt sich das Salzwasser weit nach oben, dann stehen Plattfische und in der kalten Jahreshälfte auch Dorsch und Wittling dicht unter Land. Läuft das Wasser ab, verschiebt sich der brackige Bereich flussauf, und im oberen Teil des Reviers werden Barsch und Zander wahrscheinlicher. Im Frühjahr ziehen Heringe durch, im Sommer steht der Hornhecht an der Oberfläche. Meerforelle und Wolfsbarsch sind Wanderfische, die vor allem im Sommerhalbjahr eine Rolle spielen.
Wo du ans Wasser kommst
Der bekannteste Platz ist die Knock, wo Ems und Dollart zusammenlaufen und vom Deich aus in die Brandung geworfen wird. Weiter östlich wird bei Wybelsum geangelt, im Dollart entlang des Deiches. Weite Teile der Wattflächen gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. In der Zwischenzone und der Erholungszone ist die Sport- und Freizeitfischerei frei möglich, in der Ruhezone nur von wenigen zugelassenen Flächen und Zuwegungen aus. Zwischen dem 1. April und dem 31. Juli kommen Betretungsbeschränkungen in den Salzwiesen dazu. Die Schilder am Deich sagen dir, wo du stehst.
Wo die Grenze strittig ist
Im Dollart steht die Staatsgrenze seit dem Vertrag von Meppen 1824 fest. Seewärts davon, also genau in dem Teil dieses Reviers um den Dukegat und vor Emshörn, ist sie es bis heute nicht. Deutschland sieht die Grenze an der niederländischen Niedrigwasserlinie, die Niederlande gehen von einer Mittellinie aus. Der Ems-Dollart-Vertrag von 1960 regelt die Zusammenarbeit in der Emsmündung, ohne die Frage zu entscheiden. Du angelst im Mündungsbereich also in einem Gebiet, das beide Staaten für sich beanspruchen. Praktisch heißt das vor allem eins. Wer weiter nach Westen ans niederländische Ufer zieht, angelt nach niederländischem Recht mit eigenem Schein und eigenen Maßen. Im Zweifel klärst du vor der Tour, auf welcher Seite du stehst.