Nordsee
Auf der Karte
Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 2 Orte: Angeln am Nordsee bei Helgoland Südhafen und Helgoland Binnenhafen. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Helgoland Südhafen Revier-Sitz
Helgoland Binnenhafen
Gewässerdaten
Gewässer-Profil
Auf Helgoland gibt es keinen Autoverkehr. Die Anreise läuft per Schiff oder Flugzeug, auf der Insel gehst du zu Fuß. Die Molen am Südhafen erreichst du vom Unterland in wenigen Minuten.
Die Molen und das Nord-Ost-Bollwerk liegen hoch über dem Wasser und sind an der Kante mit Tetrapoden gesichert. Trittsicherheit ist nötig, Kinder sollten nur unter Aufsicht angeln.
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Beschreibung
Rund 50 Kilometer vor der schleswig-holsteinischen Küste steht mit Helgoland der einzige Hochseefelsen der Deutschen Bucht. Der Buntsandstein reicht unter Wasser weiter, als die Insel oben breit ist, und genau dieser Felssockel macht das Revier aus. Wo sonst nur Sand und Schlick liegen, findest du hier Hartgrund mit Tang, Kanten und Löchern. Das zieht Fische an, die du an der übrigen deutschen Nordseeküste kaum vor die Rute bekommst.
Wo du vom Land aus ansetzt
Geangelt wird ausschließlich von der Hauptinsel. Die Süd- und Ostmole am Südhafen sind die klassischen Plätze, allerdings nur von den Außenseiten. Zur Hafenseite hin ist Schluss. Dazu kommen der Strandabschnitt zwischen Landungsbrücke und Nordosthafen sowie die Molenspitzen am Schwimmbad und am Nordstrand. Für die Düne gilt ein klares Angelverbot. Von der Nebeninsel aus darf nicht geangelt werden, auch nicht vom dortigen Hafen und nicht von ihren Stränden. Das Nord-Ost-Bollwerk liegt hoch über dem Wasser und ist an der Kante mit Tetrapoden gesichert. Wer dort steht, sollte trittsicher sein und Kinder nicht allein lassen.
Was hier beißt
Über das Jahr tragen die Plattfische das Revier. Scholle, Flunder und Kliesche kommen auf Grundmontagen, dazwischen gehen Dorsch, Wittling und Aal. Ab dem Frühsommer wird es lebhafter. Hornhecht und Makrele ziehen dicht an den Fels, Köhler und Pollack stehen an den Kanten, und mit etwas Glück steigt ein Wolfsbarsch ein. Meeräschen patrouillieren im Sommer oft direkt unter der Molenkante und verlangen feines Gerät und leichte Köder.
Was du vorher klären musst
Das Küstengewässer selbst ist frei, einen gewässerbezogenen Erlaubnisschein gibt es nicht und auch keinen Verein, der eine Karte verkauft. Ohne Papier geht es trotzdem nicht. Mit einem gültigen Fischereischein aus Schleswig-Holstein bist du fertig. Kommst du aus einem anderen Bundesland, brauchst du zusätzlich die Fischereimarke des Landes. Wer gar keinen Schein hat, holt sich im Bürgerbüro der Gemeinde Helgoland im Rathaus die befristete Ausnahmegenehmigung, die auf der Insel Urlauberfischereischein heißt. Sie gilt 28 Kalendertage und lässt sich einmal um weitere 28 Tage verlängern. Kinder bis zwölf Jahre angeln ohne Genehmigung, aber nur in Begleitung. Die Einzelheiten und den aktuellen Stand der freigegebenen Plätze bestätigt dir das Bürgerbüro.
Das Naturschutzgebiet ringsum
Um beide Inseln liegt das Naturschutzgebiet Helgoländer Felssockel, mit über 5000 Hektar das größte des Landes. Es beginnt an der Mitteltide-Hochwasserlinie und reicht bis in 48 Meter Tiefe. Die Inseln selbst und das Wasser zwischen ihnen samt den Reeden gehören nicht dazu, die Hafenmolen also auch nicht. In Teilen des Gebiets darf jedoch weder gefahren noch geankert werden, und das Felswatt zu betreten ist untersagt. Wattwürmer gräbst du hier deshalb nicht, Köder bringst du mit oder besorgst sie auf der Insel. Wer mit dem Boot raus möchte, prüft die Grenzen vorher in der Seekarte und fragt im Hafenbüro nach.
Anreise, Tide und Zollgrenze
Auf Helgoland fährt kein Auto. Du kommst per Schiff oder Flugzeug, alles Weitere geht zu Fuß, und die Molen am Südhafen erreichst du vom Unterland in wenigen Minuten. Die Insel gehört zu Schleswig-Holstein, liegt aber außerhalb des Zollgebiets der Union, deutsche Verbrauchsteuern werden dort nicht erhoben. Für die Rückreise gelten deshalb Freimengen wie bei einer Einreise von außerhalb. Der Tidenhub liegt bei gut zwei Metern und die Strömung an den Molenköpfen zieht kräftig. Plane deine Session um die Tide herum, sonst legst du dein Blei nur ab.