Ems
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Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 6 Orte: Angeln am Ems bei Leda-Mündung, Emssperrwerk Gandersum und Dollart. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Leda-Mündung
Leerort
Terborg Revier-Sitz
Emssperrwerk Gandersum
Pogum
Dollart
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Beschreibung
Zwischen der Leda-Mündung bei Leerort und dem Dorf Pogum am Dollart legt die Ems rund 21 Kilometer zurück. Auf dieser Strecke ist sie kein Fluss mehr im gewohnten Sinn, sondern ein Gezeitenstrom. Zweimal am Tag dreht die Tide die Fließrichtung um, zwischen mittlerem Hochwasser und mittlerem Niedrigwasser liegen am Pegel Leerort gut drei Meter. Wer hier zum ersten Mal steht, unterschätzt meist, wie schnell aus stehendem Wasser wieder Zug wird.
Wie die Tide deinen Ansitz bestimmt
Der Wechsel läuft etwa im Sechs-Stunden-Takt, die Strömung erreicht dabei zwei bis drei Kilometer pro Stunde. Rund um die Kenterung, wenn das Wasser kurz steht, bleibt dein Blei liegen und du kommst mit normalem Gewicht aus. Läuft die Tide voll, wandert dieselbe Montage quer über den Grund. Plane deine Session deshalb nach der Gezeitentabelle und nicht nach der Uhrzeit. Die Pegel Leerort und Pogum geben dir den Stand für beide Enden der Strecke, und die knapp 21 Kilometer dazwischen laufen zeitversetzt.
Wo du entlang der Strecke ansetzt
Klassische Strukturen sind rar, der Strom ist breit und der Grund gleichförmig. Umso mehr zählen die wenigen festen Punkte. Das Emssperrwerk bei Gandersum ist der markanteste davon, dort staut sich Strömung an den Pfeilern und sammelt Futterfisch. Weiter flussauf liegt Terborg etwa auf halber Strecke, unterhalb des Sperrwerks öffnet sich der Strom über Ditzum und Pogum zum Dollart hin. Dort wird das Wasser spürbar brackiger, und neben Zander und Barsch stehen bei auflaufendem Wasser auch Wanderfische wie die Meerforelle im Strom. Buhnenköpfe, Siel- und Hafeneinfahrten sind die Stellen, an denen Strömungskanten entstehen. An den Außendeichen kommst du meist über die Deichwege heran, die Ufer selbst fallen steil ab und sind bei ablaufendem Wasser rutschig.
Papiere, Regeln und was du vorher klären solltest
Diese Strecke ist eine Besonderheit. Die Ems zählt von der Seeschleuse Papenburg bis zur Mündung als Küstengewässer nach dem Niedersächsischen Fischereigesetz, und die Fischerei dort ist frei. Es gibt hier weder einen Verein, der eine Strecke bewirtschaftet, noch eine Angelkarte, die du lösen könntest. Du brauchst hier auch weder Fischerprüfung noch Fischereischein. In die Tasche gehört trotzdem dein Personalausweis, denn die Fischereiaufsicht will sehen, wer da angelt.
Frei heißt nicht regellos. Für die Küstengewässer gilt die Niedersächsische Küstenfischereiordnung mit eigenen Schonzeiten und Mindestmaßen, dazu kommen EU-Vorgaben. Der Aal ist für die Freizeitfischerei derzeit ganzjährig gesperrt, bei Meerforelle und Lachs greifen längere Schonzeiten über den Winter, und der Zander ist im Frühjahr geschont. Diese Vorgaben ändern sich, prüfe den aktuellen Stand deshalb vor der Tour beim Staatlichen Fischereiamt.
Der letzte Punkt ist Sicherheit. Die Unterems ist eine viel befahrene Wasserstraße, über die auch große Schiffe laufen. Halte Abstand zur Fahrrinne, achte auf Sog und Wellenschlag und behalte im Blick, wie schnell das Wasser im Watt hinter dir wieder steigt.