Nordsee
Auf der Karte
Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 11 Orte: Angeln am Nordsee bei Büsum, Pellworm Anleger und Wyk auf Föhr. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Nordfriesland und Dithmarschen Revier-Sitz
Büsum
Dagebüll
Husum
Hörnum
List auf Sylt
Pellworm Anleger
Sankt Peter-Ording
Westerland (Sylt)
Wittdün
Wyk auf Föhr
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Beschreibung
Zwischen Sylt und Büsum hat die Nordsee keine feste Kante. Zweimal am Tag läuft das Wasser über die Sände, füllt die Priele und zieht sich wieder zurück. Wer hier ans Wasser geht, plant nach dem Tidenkalender und nicht nach der Uhrzeit. Am Pegel Husum liegen zwischen mittlerem Tidehochwasser und mittlerem Tideniedrigwasser rund 350 Zentimeter, in List auf Sylt sind es keine 180. Dieser Unterschied entscheidet, wann eine Stelle überhaupt befischbar ist und wie lange sie es bleibt.
Offene Kante oder Wattseite
Die Westseiten der Inseln und die Sandstrände von Sankt Peter-Ording liegen frei zur offenen See. Hier trägt der Wind die Brandung an den Strand, und weite Würfe über die erste Rinne bringen den Fisch. Ganz anders die Wattseite. Hinter Amrum, Föhr und Pellworm arbeitest du an Prielkanten, an Buhnen und an den Steinpackungen der Häfen. Dort steht der Fisch nicht flächig, sondern an der Strömungskante, und die wandert mit der Tide. Ein Platz, der zwei Stunden vor Hochwasser trägt, ist bei ablaufendem Wasser oft tot.
Was der Fangplatz dir abverlangt
Plattfisch trägt die Strecke über weite Teile des Jahres. Im Sommer stehen die Fische flach und dicht am Sand, in der kalten Jahreszeit rücken Wittling und Dorsch an die tieferen Rinnen heran. Im Mai zieht der Hornhecht durch, an der Sylter Westküste lohnt im Frühjahr die Meerforelle. Wolfsbarsch findest du dort, wo Struktur im Wasser steht. Was hier zählt, ist frischer Köder und die Bereitschaft, den Platz zu wechseln, sobald die Strömung dreht.
Der Nationalpark redet mit
Fast die gesamte Strecke liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Er ist in zwei Schutzzonen geteilt, und die Zone 1 darfst du grundsätzlich nicht betreten. Für das küstennahe Watt vor einer Reihe von Gemeinden gibt es Vereinbarungen mit dem Nationalparkamt, die das Angeln in genau umrissenen Bereichen zulassen. Wo diese Bereiche liegen und wo Verbotsschilder stehen, ändert sich, deshalb gilt vor jedem Ansitz ein Blick auf die Beschilderung und im Zweifel eine Nachfrage beim Nationalparkamt oder in der Gemeinde. Auf einzelnen Inseln kommen örtliche Sperrungen dazu, etwa an Badestränden und in Hafenbereichen.
Papiere und Zugang
Das Küstengewässer selbst ist frei. Einen gewässerbezogenen Erlaubnisschein brauchst du an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste nicht, es gibt hier weder Verein noch Kartenverkauf. Was du brauchst, ist ein gültiger Fischereischein und die bezahlte Fischereiabgabe des Landes. Ohne Prüfung kommst du über den Urlauberfischereischein ans Wasser, den die Ordnungsämter gegen Ausweis ausstellen. Erreichbar ist die Strecke von den Deichen und Hafenmolen des Festlands, dazu über die Fähren nach Föhr, Amrum und Pellworm und über den Damm nach Sylt. Rechne an den Inselstränden mit Kurabgaben und mit Parkflächen, die im Sommer früh voll sind.