Eider
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Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 2 Orte: Angeln am Eider bei Eidersperrwerk und Tönning. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Tönning Revier-Sitz
Eidersperrwerk
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Beschreibung
Unterhalb von Tönning wechselt die Eider ihren Charakter. Aus dem Fluss wird ein breiter Prielstrom, der zweimal am Tag mit der Nordsee atmet. Zwischen der Hafenecke in Tönning und dem Eidersperrwerk liegen rund zehn Kilometer Wasser, das bei Ebbe weite Wattflächen freigibt und bei Flut bis an die Deiche reicht. Wer hier ansetzt, angelt bereits im Küstengewässer und nicht mehr in der Untereider.
Wer hier angeln darf
Das Landesfischereigesetz zieht die Grenze deutlich. Ab der Schleuse Nordfeld gilt die Eider als Küstengewässer, und dort besteht freier Fischfang mit der Handangel, soweit kein selbständiges Fischereirecht dagegensteht. Genau so ein Recht liegt flussaufwärts. Bis zur Linie der Tönninger Hafeneinfahrt gibt die Fischereigenossenschaft Untere Eider Erlaubnisscheine aus, seewärts davon endet ihr Gebiet. Für die Strecke bis zum Sperrwerk ist damit weder ein Verein noch ein Pächter zuständig. Ein Anruf bei der örtlichen Fischereibehörde vor der ersten Tour schadet trotzdem nie, denn an der Küste ändern sich Vorgaben schneller als an einem Vereinsteich.
Was hier beißt und wo du ansetzt
Der Aal ist der Klassiker dieser Strecke. Gefangen wird er auf Grund, meist in der Dämmerung und mit genug Blei gegen den Strom. Mit dem Salzwasser kommen Gäste dazu: Hering, Flunder und Dorsch stehen je nach Jahreszeit bis weit in die Mündung hinein. Aus dem Süßwasser halten sich Zander, Barsch und Hecht eher in den strömungsberuhigten Randbereichen. Gummifisch an der Kante vom Priel zum Watt ist die zweite Methode, die hier regelmäßig etwas bringt. Ein Boot erweitert die Möglichkeiten spürbar, weil vom Ufer aus längst nicht jede Rinne erreichbar ist.
Tide, Strom und Untergrund
Der Tidenhub bestimmt hier alles. Innerhalb weniger Stunden dreht die Strömung komplett, Wattflächen fallen trocken und füllen sich wieder. Plane deine Zeit am Wasser um die Kenterpunkte herum, denn dort steht der Strom kurz still und die Montage bleibt liegen.
- Der Grund fällt vom Ufer oft flach ab, spannend wird es an der Kante zum tieferen Priel.
- Weiche Wattkanten tragen nicht überall, feste Uferwege und Deichvorland sind die sichere Wahl.
- Das Naturschutzgebiet Grüne Insel mit Eiderwatt nimmt einen großen Teil der Fläche ein und soll nicht betreten werden.
Das Sperrwerk als Endpunkt
Seewärts schließt das Eidersperrwerk die Strecke ab. Seit 1973 riegeln fünf Sieltore von je 40 Metern Breite die Mündung bei Sturmflut, daneben liegt eine Schleuse für die Schifffahrt. Das Bauwerk ist Betriebsanlage des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts. Ob und wo du dort ans Wasser darfst, klärst du besser vorher beim Amt, bevor du mit Gerät anrückst. Hinter dem Sperrwerk beginnt das Wattenmeer mit eigenen Schutzregeln.