Erft
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Beschreibung
Wo die Erft sich durch Erftstadt schlängelt
Zwischen der Autobahnbrücke der A61 an der Kreisgrenze zu Euskirchen und der Straßenbrücke zwischen Gymnich und Brüggen liegt dein Revier an der Erft. Der Fluss zieht hier in ruhigen Schlängeln rechts an Erftstadt vorbei, gesäumt von Wiesen, Feldern und schmalen Grünstreifen, auf denen mal ein einzelner Baum, mal eine kleine Baumreihe steht. Wer den Bewuchs am Ufer liest, findet schnell die Stellen, an denen sich Fisch hält: überhängende Äste, Krautfelder und die Außenkurven, in denen die Strömung das Ufer tiefer ausspült.
Zum Pachtabschnitt gehört außerdem ein kurzes Stück des Swistbachs, das sich auf rund 300 Metern von der Mündung in die Erft bis zum Graben von Gut Külseggen befischen lässt. Die Erft selbst ist ein linker Nebenfluss des Rheins, entspringt im Ahrgebirge im Kreis Euskirchen und mündet nach gut 106 Kilometern bei Neuss-Grimlinghausen in den Strom. Der Abschnitt bei Erftstadt zeigt sie als überschaubaren, gut zugänglichen Flusslauf, den du zu Fuß bequem ablaufen kannst.
Was hier beißt und wie du rangehst
Der Döbel ist der heimliche Hausherr dieser Strecke. Standtreu und neugierig steht er gern unter Bäumen und an Strömungskanten, wo du ihn mit kleinen Ködern gut überlisten kannst. Daneben tummeln sich Barben, die die kiesigen, schneller durchströmten Passagen lieben, und kapitale Flussbarsche, die sich an Strukturen und Kanten halten. In den kühleren, sauerstoffreichen Abschnitten gehen Bach- und Regenbogenforellen an den Haken, und auch Hecht, Aal, Karpfen, Brachse, Wels und Zander sind im Bestand vertreten.
Spinnfischen hat sich an der Erft als besonders fängig erwiesen, gerade auf Barsch, Döbel und Forelle. An strömungsberuhigten Stellen lohnt der Ansitz auf Grund, etwa wenn du gezielt Barben oder Aale ansprichst. Taste dich an unterschiedliche Tiefen und Strömungsbilder heran, dann findest du schnell heraus, wo an deinem Tag die aktiven Fische stehen.
Verein, Karten und Zugang
Bewirtschaftet wird der Abschnitt vom Angelverein Liblar 1959 e.V., der als Pächter des Loses Nr. 2 der Erftfischereigenossenschaft das alleinige Fischereirecht für dieses Stück der Erft hält. Das Kontingent an Erlaubnissen ist begrenzt, deshalb klärst du am besten direkt beim Verein, ob und welche Karten gerade verfügbar sind. Auch welche Schonzeiten, Mindestmaße und sonstigen Regeln aktuell gelten, erfährst du dort aus erster Hand, bevor du das erste Mal ans Wasser gehst. Petri Heil an der Erft.