Gewässer

Weser Außenweser (Westufer ab Blexen, Ostufer ab Cappel)

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Ein Angel-Revier über 52 km: von Nordenham-Blexen bis Leuchtturm Alte Weser
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Fang-Bedingungen
Gut Am besten 6 bis 10 Uhr, in 6 Stunden
ca. 15 °C Wasser 40 km/h SW
Beste Zeit der Woche: Mi 15 bis 21 Uhr Alle Bedingungen: 7 Tage, Analyse

Orte an dieser Strecke

Dieses Revier reicht über 7 Orte: Angeln am Weser bei Nordenham-Blexen, Leuchtturm Alte Weser und Fedderwardersiel. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.

Butjadingen und Wurster Nordseeküste Revier-Sitz

km 62

Nordenham-Blexen

km 80

Robbensüdsteert

Pegel Robbensüdsteert

km 93

Dwarsgat

Pegel Dwarsgat

km 115

Leuchtturm Alte Weser

Pegel Leuchtturm Alte Weser

Dorum-Neufeld

Fedderwardersiel

Gewässerdaten

Gewässertyp 1
Zielfische 14
AalFlunderGlattbuttHeringHornhechtKabeljauKliescheMakreleMeeräscheMeerforelleScholleSeezungeSteinbuttWolfsbarsch
Angeltechniken 4
Gewässerregeln 12
Bootsangeln Erlaubt
Nachtangeln Erlaubt
Aal: Freizeitfischerei bis 31. März 2027 nach EU-Verordnung untersagt Hinweis
Fahrwasser der Seeschifffahrtsstraße für die Fischerei gesperrt Hinweis
Fischfang in den Küstengewässern frei, Personalausweis mitführen Hinweis
Freies Küstengewässer erst nördlich der Linien Blexen/Wulsdorf und Cappel/Langwarden Hinweis
Ganzjährig geschützt: Fluss- und Meerneunauge Hinweis
Ganzjährig geschützt: Stör, Maifisch, Nordseeschnäpel, Finte Hinweis
Mindestalter 14 Jahre Hinweis
Nationalpark Wattenmeer: Ruhezone nur auf zugelassenen Wegen Hinweis
Reusen und Körbe nur mit Kennzeichen des Fischereiamtes Hinweis
Salzwiesen: Betretungsbeschränkung vom 1. April bis 31. Juli Hinweis

Gewässer-Profil

52,5km
Länge
Angelsaison
Ganzjährig befischbar. Schonzeiten und Mindestmaße der Küstenfischereiordnung gelten, den aktuellen Stand vor dem Ansitz beim Staatlichen Fischereiamt Bremerhaven prüfen.
Parkmöglichkeiten

Parkplätze liegen an den Sielhäfen und Deichübergängen, auf der Ostseite in Dorum-Neufeld, auf der Westseite in Fedderwardersiel.

Zugänglichkeit

Vom Deich und von den Hafenmolen erreichst du das Wasser ohne Klettern. Die Wattflächen davor fallen bei Niedrigwasser trocken und sind nur mit Ortskenntnis begehbar.

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Beschreibung

Wo die Weser ihre Deiche hinter sich lässt und in die Nordsee ausläuft, beginnt die Außenweser. Vom Blexer Kirchturm gegenüber von Bremerhaven bis zum Leuchtturm Alte Weser sind es gut 52 Kilometer, und auf dieser Strecke sieht das Wasser zweimal am Tag völlig anders aus. Am Pegel Robbensüdsteert liegen zwischen mittlerem Tidehochwasser und mittlerem Tideniedrigwasser gut dreieinhalb Meter. Was bei Flut eine breite, träge Fläche ist, zerfällt bei Ebbe in Priele, Rinnen und trockenfallende Platen.

Warum die Tide den Takt vorgibt

Die Fische folgen dem Wasser. Mit der auflaufenden Flut schieben sich Plattfische, Wolfsbarsche und Meeräschen über die Wattkanten und suchen die Ränder der Priele ab, mit der Ebbe ziehen sie zurück in die tieferen Rinnen. Deshalb zählt hier weniger die Uhrzeit als der Stand der Tide. Zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Hochwasser ist vom Ufer aus die verlässlichste Zeit. Wer die Strömung unterschätzt, verliert Blei um Blei, denn im Bereich des Fahrwassers läuft sie mit mehreren Knoten.

Was hier beißt und wo du ansetzt

Die Brandungsstrecken an der Wurster Nordseeküste und in Butjadingen sind Plattfischrevier. Flunder und Scholle stehen dicht unter Land, Steinbutt und Glattbutt eher an den Kanten. Im Spätsommer und Herbst kommen Wolfsbarsch und Hornhecht dazu, im Winter zieht der Kabeljau näher an die Küste. Vom Boot aus, etwa ab Dorum-Neufeld oder Fedderwardersiel, sind Makrele und Hering die üblichen Ziele.

  • Wattwurm und Seeringelwurm sind auf der ganzen Strecke die erste Wahl auf Plattfisch.
  • Die Sielhäfen und ihre Molen geben dir tiefes Wasser in Wurfweite, auch wenn draußen alles trockenfällt.
  • An den Prielkanten lohnt der Wechsel auf leichtes Spinngerät, sobald Wolfsbarsch im Wasser steht.

Zugang von beiden Ufern

Auf der Ostseite führen die Deichübergänge zwischen Cappel und Dorum-Neufeld ans Wasser, auf der Westseite sind es die Sielhäfen von Fedderwardersiel bis hinunter nach Blexen. Beide Ufer erreichst du bequem mit dem Auto, der letzte Weg über den Deich bleibt Fußweg. Nimm eine Gezeitentafel mit. Auf den Platen der Außenweser läuft das Wasser schneller auf, als ein Mensch zurückgeht.

Was du vorher klären solltest

Die Außenweser gehört zu den niedersächsischen Küstengewässern, und dort ist der Fisch- und Krebsfang nach dem Niedersächsischen Fischereigesetz frei. Stromauf davon liegt der Fischereibezirk der Außen- und Unterweser, für den du die behördliche Weserkarte brauchst. Die Grenze zwischen beiden springt von Ufer zu Ufer. Auf der Westseite verläuft sie auf der Peillinie zwischen den Kirchtürmen von Blexen und Wulsdorf, also schon auf Höhe von Bremerhaven. Auf der Ostseite liegt sie rund 18 Kilometer weiter nördlich, auf der Linie zwischen den Kirchtürmen von Cappel und Langwarden. Wer auf der Wurster Seite bei Wremen ans Wasser geht, ist deshalb noch im Kartenbereich, während gegenüber bei Fedderwardersiel längst freies Küstengewässer beginnt. Im Zweifel fragst du vor dem ersten Ansitz beim Staatlichen Fischereiamt Bremerhaven nach. Dazu kommen der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer mit seinen Zonen und das Fahrwasser der Seeschifffahrtsstraße. Beides schränkt ein, wo du stehen und fischen darfst.

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