Weser
Auf der Karte
Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 7 Orte: Angeln am Weser bei Nordenham-Blexen, Leuchtturm Alte Weser und Fedderwardersiel. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Butjadingen und Wurster Nordseeküste Revier-Sitz
Nordenham-Blexen
Robbensüdsteert
Dwarsgat
Leuchtturm Alte Weser
Dorum-Neufeld
Fedderwardersiel
Gewässerdaten
Gewässer-Profil
Parkplätze liegen an den Sielhäfen und Deichübergängen, auf der Ostseite in Dorum-Neufeld, auf der Westseite in Fedderwardersiel.
Vom Deich und von den Hafenmolen erreichst du das Wasser ohne Klettern. Die Wattflächen davor fallen bei Niedrigwasser trocken und sind nur mit Ortskenntnis begehbar.
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Beschreibung
Wo die Weser ihre Deiche hinter sich lässt und in die Nordsee ausläuft, beginnt die Außenweser. Vom Blexer Kirchturm gegenüber von Bremerhaven bis zum Leuchtturm Alte Weser sind es gut 52 Kilometer, und auf dieser Strecke sieht das Wasser zweimal am Tag völlig anders aus. Am Pegel Robbensüdsteert liegen zwischen mittlerem Tidehochwasser und mittlerem Tideniedrigwasser gut dreieinhalb Meter. Was bei Flut eine breite, träge Fläche ist, zerfällt bei Ebbe in Priele, Rinnen und trockenfallende Platen.
Warum die Tide den Takt vorgibt
Die Fische folgen dem Wasser. Mit der auflaufenden Flut schieben sich Plattfische, Wolfsbarsche und Meeräschen über die Wattkanten und suchen die Ränder der Priele ab, mit der Ebbe ziehen sie zurück in die tieferen Rinnen. Deshalb zählt hier weniger die Uhrzeit als der Stand der Tide. Zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Hochwasser ist vom Ufer aus die verlässlichste Zeit. Wer die Strömung unterschätzt, verliert Blei um Blei, denn im Bereich des Fahrwassers läuft sie mit mehreren Knoten.
Was hier beißt und wo du ansetzt
Die Brandungsstrecken an der Wurster Nordseeküste und in Butjadingen sind Plattfischrevier. Flunder und Scholle stehen dicht unter Land, Steinbutt und Glattbutt eher an den Kanten. Im Spätsommer und Herbst kommen Wolfsbarsch und Hornhecht dazu, im Winter zieht der Kabeljau näher an die Küste. Vom Boot aus, etwa ab Dorum-Neufeld oder Fedderwardersiel, sind Makrele und Hering die üblichen Ziele.
- Wattwurm und Seeringelwurm sind auf der ganzen Strecke die erste Wahl auf Plattfisch.
- Die Sielhäfen und ihre Molen geben dir tiefes Wasser in Wurfweite, auch wenn draußen alles trockenfällt.
- An den Prielkanten lohnt der Wechsel auf leichtes Spinngerät, sobald Wolfsbarsch im Wasser steht.
Zugang von beiden Ufern
Auf der Ostseite führen die Deichübergänge zwischen Cappel und Dorum-Neufeld ans Wasser, auf der Westseite sind es die Sielhäfen von Fedderwardersiel bis hinunter nach Blexen. Beide Ufer erreichst du bequem mit dem Auto, der letzte Weg über den Deich bleibt Fußweg. Nimm eine Gezeitentafel mit. Auf den Platen der Außenweser läuft das Wasser schneller auf, als ein Mensch zurückgeht.
Was du vorher klären solltest
Die Außenweser gehört zu den niedersächsischen Küstengewässern, und dort ist der Fisch- und Krebsfang nach dem Niedersächsischen Fischereigesetz frei. Stromauf davon liegt der Fischereibezirk der Außen- und Unterweser, für den du die behördliche Weserkarte brauchst. Die Grenze zwischen beiden springt von Ufer zu Ufer. Auf der Westseite verläuft sie auf der Peillinie zwischen den Kirchtürmen von Blexen und Wulsdorf, also schon auf Höhe von Bremerhaven. Auf der Ostseite liegt sie rund 18 Kilometer weiter nördlich, auf der Linie zwischen den Kirchtürmen von Cappel und Langwarden. Wer auf der Wurster Seite bei Wremen ans Wasser geht, ist deshalb noch im Kartenbereich, während gegenüber bei Fedderwardersiel längst freies Küstengewässer beginnt. Im Zweifel fragst du vor dem ersten Ansitz beim Staatlichen Fischereiamt Bremerhaven nach. Dazu kommen der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer mit seinen Zonen und das Fahrwasser der Seeschifffahrtsstraße. Beides schränkt ein, wo du stehen und fischen darfst.