Talsperre Schömbach
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Angelstellen liegen ausschließlich am Ostufer, der Fußweg dorthin ist länger. Ein Transportwagen für das Gerät ist hilfreich. Der Staudamm ist begehbar und hat einen Aussichtspunkt am Westende.
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Beschreibung
Wo Wiera und Leuba sich stauen
Rund 50 Kilometer südlich von Leipzig liegt die Talsperre Schömbach genau auf der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen. Das Südufer gehört zu Langenleuba-Niederhain im Altenburger Land, gespeist wird das Becken von Wiera und Leuba, der Abfluss geht in die Wyhra. Gebaut wurde die Anlage zwischen 1967 und 1972, und ihre Hauptaufgabe im Hochwasserschutz für das Pleißegebiet prägt sie bis heute. Der Wasserstand schwankt deshalb spürbar: Bei Vollstau bedeckt der See gut 175 Hektar, im normalen Betrieb steht erheblich weniger Wasser im Tal.
Sandgrund, Rinnen und ein Ostufer mit Struktur
Der Absperrdamm ist die einzige Stauanlage Sachsens, die aus Sand geschüttet wurde, und auch der Grund im Becken gilt als überwiegend sandig. Rinnen und flache Bänke ziehen sich durch das Becken und sammeln Futterfisch, was die Räuber zuverlässig nachzieht. Im nördlichen Teil nimmt die Tiefe zu, entlang der Ufer bleiben dagegen ausgedehnte Flachzonen, die sich vom Land aus sauber abfischen lassen. Gefischt wird ausschließlich am Ostufer in den ausgeschilderten Abschnitten, die übrigen Bereiche gehören dem Vogelschutz und dem Betrieb der Talsperre.
Boote sind an diesem Gewässer nicht zugelassen, gefischt wird also konsequent vom Ufer. Grundmontagen dominieren entsprechend, und wer die Kanten zwischen Flach und Tief findet, hat den halben Ansitz schon gewonnen. Bei stark abgesenktem Stau verschieben sich diese Kanten teils deutlich, ein prüfender Blick auf den aktuellen Wasserstand vor der Anfahrt lohnt sich also.
Was hier schwimmt
Die Schlagzeilen macht hier der Wels, dokumentiert sind Fische von 142 und 147 Zentimetern. Daneben stehen Hecht, Zander und Barsch auf der Liste, dazu Aal, Karpfen, Schleie, Brassen, Rotauge, Rotfeder, Karausche, Giebel und Graskarpfen. Der Bestand ist breit aufgestellt, die Fangfrequenz aber wechselhaft, auf lange ruhige Phasen folgen oft kurze, dafür heftige Beißfenster.
Anfahrt, Wege und Umgebung
Der Damm ist begehbar und bringt dich mit Aussichtspavillon und Aussichtspunkt am Westende schnell in den Überblick über das gesamte Becken. Zu den Angelstellen am Ostufer ist allerdings ein längerer Fußweg einzuplanen, ein Transportwagen für Gerät und Sitzgelegenheit macht den Tag deutlich angenehmer. Westlich schließt das Naturschutzgebiet Leinawald an, entsprechend sensibel ist das Umfeld und entsprechend eng sind die Regeln am Wasser gesteckt. Für Erlaubniskarten und alle weiteren Vorgaben fragst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verband nach.