Talsperre Leibis-Lichte
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Verein
Gewässer-Profil
Ausgangspunkte liegen in Unterweißbach, Meura und Lichte. Alle drei Orte sind auch an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Die Staumauer erreichst du nur zu Fuß über einen steilen Pfad vom Talgrund oder über die frühere Baustraße. Rund um den Stausee verlaufen ausgeschilderte Wander- und Radwege, darunter ein etwa 19 Kilometer langer Rundweg. Die Wasserfläche und das Ufer liegen in der Schutzzone I.
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Beschreibung
Gestaute Lichte im Thüringer Schiefergebirge
Im engen Lichtetal bei Unterweißbach steht seit 2005 Wasser, wo vorher ein Dorf lag. Die Bewohner von Leibis zogen nach Neu-Leibis, der Bach staute sich zur Talsperre Leibis-Lichte, einem schmalen Bergsee von rund 106,5 Hektar. Gespeist wird der Stausee von der Lichte und vom Schlagebach, das Einzugsgebiet umfasst 72 Quadratkilometer. Über der Wasserfläche steht mit 369 Metern Kronenlänge die zweithöchste Staumauer Deutschlands, nur die Rappbodetalsperre im Harz überragt sie. Betrieben wird die Anlage von der Thüringer Fernwasserversorgung.
Ein Speicher mit alpiner Tiefe
Wer die Zahlen liest, merkt schnell, dass hier andere Maßstäbe gelten als am typischen Vereinsweiher. Bei Stauziel 436 m ü. NHN reicht das Wasser an der tiefsten Stelle vor der Mauer 91 Meter hinab, im Vollstau lagern gut 32 Millionen Kubikmeter im Tal. Der See zieht sich über 3,6 Kilometer dem alten Bachlauf nach, entsprechend schmal und steilwandig ist er. Die Hänge fallen aus dem Schieferwald fast ohne Flachwasserzone ins Wasser, breite Uferbänke oder ausgedehnte Flachzonen gibt es kaum. Am oberen Ende fängt die vorgelagerte Vorsperre Deesbach den Feinsediment- und Nährstoffeintrag ab, was dem Hauptbecken sein klares, kaltes und sehr nährstoffarmes Wasser erhält.
Trinkwasser hat Vorrang
Das Becken liefert Rohwasser für Ostthüringen und puffert Hochwasser der Lichte ab. Rund um den Stausee liegt ein festgesetztes Wasserschutzgebiet, die Wasserfläche und das unmittelbare Ufer gehören zur strengsten Schutzzone. Fischerei findet hier nur in engen Grenzen und mit einer persönlichen schriftlichen Zustimmung des Talsperrenbetreibers statt, außerdem dient sie ausdrücklich der Gewässergüte. Wenn du an das Wasser willst, klär die Bedingungen also vorab beim Betreiber. Baden ist an der gesamten Talsperre untersagt.
Unterwegs am Talsperrenrundweg
Für alle, die das Gewässer erst einmal von außen kennenlernen wollen, gibt es einen gut ausgeschilderten Rundweg. Er führt in etwa 19 Kilometern um den Speicher und ist als Skulpturenpfad gestaltet. Zur Staumauer selbst kommst du nur zu Fuß, entweder über einen steilen Pfad aus dem Talgrund oder über die frühere Baustraße. Vom Bauwerk aus lässt sich die Dimension des Beckens am besten einschätzen. Startpunkte liegen in Unterweißbach, Meura und Lichte, die Orte sind auch mit dem Nahverkehr erreichbar.