Hochwasserrückhaltebecken Straußfurt
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Anfahrt über die B4 ab Ortslage Straußfurt oder Henschleben. Fahrzeuge gehören ausschließlich auf die ausgewiesenen Stellflächen. Das Befahren der Dämme, der Wiesen und der privaten Äcker ist verboten.
Drei ausgewiesene Angelstrecken entlang Hochwasserschutzdamm, Wirtschaftsweg und Nebendamm, erreichbar auch über das Wohngebiet an der Nordseite von Straußfurt. Der Hauptdamm darf nicht betreten werden, das Schöpfwerk am Einlauf ist gesperrt.
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Beschreibung
Unstrut-Stau zwischen Straußfurt und Henschleben
Wer im Landkreis Sömmerda eine große Wasserfläche sucht, landet fast zwangsläufig am Hochwasserrückhaltebecken Straußfurt. Gebaut wurde die Anlage zwischen 1952 und 1962, um die Unstrut bei Hochwasser zu bremsen. Anfangs war es ein reines Grünes Becken, das nur bei Hochwasser Wasser hielt. Heute wird ein Teil planmäßig eingestaut, und genau dieser Teildauerstau ist das Angelgewässer. Rund 206 Hektar Wasser stehen dir zur Verfügung, wenn das Becken im Sommerhalbjahr auf Stauziel liegt.
Das Ufer wirkt flach und offen, geprägt von Dämmen, Wirtschaftswegen und breiten Schilfsäumen. Tiefe Kanten und steile Abbrüche wirst du hier kaum finden. Struktur bringen vor allem der alte Unstrutlauf durch das Becken, der Bereich um den Einlauf und die Übergänge vom Flachwasser in die etwas tieferen Rinnen. Genau diese Kanten sind es, an denen sich Weißfisch sammelt und Räuber patrouillieren.
Drei Angelstrecken, klare Zufahrten
Die Anfahrt läuft über die B4, entweder ab Ortslage Henschleben oder ab Straußfurt. Von Straußfurt Richtung Erfurt biegst du nach dem Bahnübergang Vehra rechts ab und erreichst am Beginn des Hochwasserschutzdammes die erste Strecke, die sich etwa 800 Meter bis zum Ortsrand Henschleben zieht. In Henschleben selbst kannst du ab der Unstrutbrücke am Wirtschaftsweg und am Nebendamm fischen. Der dritte Abschnitt reicht vom Nordende des Nebendammes bis zum Wohngebiet am neuen Staudamm.
Beim Parken ist Disziplin gefragt. Fahrzeuge gehören ausschließlich auf die ausgewiesenen Stellflächen, Dämme, Wiesen und private Äcker bleiben tabu. Wer der Beschilderung vor Ort folgt, hat trotzdem reichlich Platz, denn die freigegebenen Strecken sind lang und selten überlaufen.
Der Wasserstand bestimmt dein Jahr
Von Anfang April bis Ende Oktober wird planmäßig eingestaut, danach läuft das Becken ab. Diese beiden Zustände sind wie zwei verschiedene Gewässer. Im Sommer fischst du eine weite, windige Fläche mit viel Freiwasser, im Spätherbst und Winter bleibt nur noch der Uferbereich der Unstrut im leeren Becken. Plane deine Ansitze entsprechend und erkundige dich vorher nach dem aktuellen Stauzustand.
Auf der Zielfischliste stehen Hecht, Zander und Barsch, dazu kräftige Karpfen und Schleien im flachen Krautbereich. Aale ziehen nachts über die alten Rinnen, Brassen und Plötzen bilden die Futterfischbasis. Weil das Becken zugleich Rastplatz für Zugvögel ist, lohnt sich ein ruhiges, unaufdringliches Verhalten am Wasser, das schont die Vögel und bringt dir bessere Chancen im Flachen.
Bewirtschaftet wird das Rückhaltebecken vom Landesanglerverband Thüringen. Welche Regelungen gerade gelten und welche Strecken zeitweise gesperrt sind, klärst du am besten direkt beim Verband, bevor du losfährst.