Mosel
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Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 6 Orte: Angeln am Mosel bei Traben-Trarbach, Enkirch und Zell (Mosel). Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Traben-Trarbach
Kröv
Briedel
Enkirch Revier-Sitz
Reil
Zell (Mosel)
Gewässerdaten
Verein
Fischerei-Pächter Josef Müllen
Gewässer-Profil
Park- und Zugangsmöglichkeiten in den Moselorten Zeltingen-Rachtig, Ürzig, Kröv, Traben-Trarbach und Enkirch. Uferwege und Leinpfad entlang des Abschnitts.
Befestigte Uferwege und Leinpfad in den Ortslagen, außerorts teils nur über Naturwege erreichbar.
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Beschreibung
Die Moselstauhaltung zwischen Zeltingen und Enkirch
Zwischen den Wehren von Zeltingen und Enkirch staut sich die Mosel auf rund 20 Kilometern zu einem tiefen, ruhig ziehenden Strom. Die kanalisierte Wasserstraße schiebt sich in großen Schleifen an Ürzig, Kröv und Traben-Trarbach vorbei, eingerahmt von den steilen Schieferhängen der Mittelmosel. Für dich als Angler heißt das: viel Wasser, ordentlich Tiefe und Struktur, die sich über das Jahr lohnt zu lesen.
Der Abschnitt hat es im wahrsten Sinne in sich. Auf Höhe von Traben-Trarbach, im Bereich Litzig, liegt mit gut 16 Metern die tiefste Stelle der gesamten Mosel. Solche Löcher, dazu die Hafenbecken, Wehrkolke und die Kanten entlang der Fahrrinne, sind genau die Plätze, an denen sich Raubfisch im Sommer wie im Winter sammelt.
Räuber an der Kante, Friedfisch am Grund
Auf Barsch, Zander und Hecht führt der Weg meist über das Gummi. Das Jiggen entlang der Strömungskanten und an den Hafeneinfahrten ist die Methode, mit der hier die meisten Fische gemeldet werden. Wer es ruhiger mag, sitzt mit Grundmontage oder Feederrute auf Brachse, Rotauge, Barbe und Karpfen oder legt nachts gezielt auf die kapitalen Welse, die in den tiefen Rinnen stehen und auch mal die Zwei-Meter-Marke knacken. Aal und Döbel runden das Bild ab, im Sommer jagt der Rapfen an der Oberfläche über den flacheren Rauschen unterhalb der Wehre.
Ein Thema, an dem du an der Mittelmosel nicht vorbeikommst, ist die Schwarzmundgrundel. Die zugewanderte Art sitzt mittlerweile flächendeckend am Grund und klaut dir gern den Köder, liefert zugleich aber Welsen und Zandern reichlich Futter, was die guten Bestände dieser Räuber miterklärt.
Zugang, Schifffahrt und ein paar Hinweise
Der Leinpfad und die Uferwege machen weite Teile des Abschnitts gut zugänglich, vor allem rund um die Ortslagen von Kröv bis Enkirch. Denk daran, dass die Mosel eine viel befahrene Bundeswasserstraße ist: Berufsschifffahrt und im Sommer Fahrgastschiffe gehören dazu, ein sicherer Stand abseits der Schleusen- und Wehrbereiche ist Pflicht. Die Strömung bleibt durch den Stau meist moderat, kann nach Regen und bei Wehrbetrieb aber spürbar anziehen.
Erlaubnisscheine für die Stauhaltung bekommst du beim bewirtschaftenden Pächter vor Ort. Welche Karten gerade ausgegeben werden und welche Schonzeiten und Mindestmaße aktuell gelten, klärst du am besten direkt dort, bevor du ans Wasser gehst. Dann steht einem schönen Tag an der Mittelmosel nichts im Weg. Petri Heil!