Tollensesee
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Beschreibung
Südlich der Innenstadt von Neubrandenburg beginnt mit dem Tollensesee eines der größten Gewässer der Mecklenburgischen Seenplatte. Rund 17 Quadratkilometer Wasserfläche, gut 11 Kilometer Länge und an der breitesten Stelle etwa 2,5 Kilometer. Wer zum ersten Mal am Ufer steht, unterschätzt die Ausmaße fast immer.
Ein Tunneltal voller Wasser
Der See füllt eine eiszeitliche Rinne, und das prägt ihn bis heute. Die Ufer fallen an vielen Stellen zügig ab, die tiefsten Bereiche liegen weit draußen. Lange galten gut 31 Meter als Maximum. Eine Neuvermessung im Sommer 2023 kam auf über 45 Meter.
Im Norden schiebt sich die Stadt bis ans Wasser, nach Süden hin wird es ruhiger. Der Liepskanal verbindet den See mit der Lieps, wichtigster Zufluss ist der Nonnenbach. Am Nordende läuft das Wasser in zwei Armen als Tollense weiter. Dazu kommen zwei Inseln, die Fischerinsel und eine künstlich aufgeschüttete Insel aus der Zeit einer früheren Torpedoversuchsanlage.
Wo du ans Wasser kommst
Rund um den See liegen Broda, Klein Nemerow, Alt Rehse und Wustrow. Von dort führen Wege ans Ufer, dazu kommen Strandbäder und Anleger der Fahrgastschifffahrt. Der gesamte See gehört zu einem großen Landschaftsschutzgebiet, Sperr- und Ruhebereiche solltest du also im Blick behalten. Mit dem Boot bist du deutlich flexibler, weil ein großer Teil der interessanten Kanten vom Ufer aus außer Reichweite bleibt.
Bevor du losziehst
Bewirtschaftet wird der Tollensesee von einem Berufsfischereibetrieb. Angelkarten bekommst du dort und über den örtlichen Anglerverein in Neubrandenburg. Dazu brauchst du in Mecklenburg-Vorpommern die Fischereiabgabemarke für das laufende Jahr. Was auf deinem Erlaubnisschein steht, ist am Ende die verbindliche Auskunft. Im Zweifel fragst du vor dem ersten Wurf beim Bewirtschafter nach.