Rhein

Gewässer

Rhein Hessische Landesstrecke (HLG)

Hessische Landgesellschaft mbH (HLG)
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Ein Angel-Revier über 108 km: von Mannheim bis Sankt Goar
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Orte an dieser Strecke

Dieses Revier reicht über 10 Orte: Angeln am Rhein bei Mannheim, Mainz und Sankt Goar. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.

km 425

Mannheim

Pegel Mannheim

km 437

Lampertheim

Pegel Worms

km 443

Worms

Pegel Worms

km 458

Hamm

Pegel Worms

km 482

Nierstein

Pegel Nierstein-Oppenheim

km 498

Mainz Revier-Sitz

Pegel Mainz

km 507

Budenheim

Pegel Mainz

km 529

Bingen

Pegel Bingen

km 541

Lorchhausen

Pegel Kaub

km 556

Sankt Goar

Pegel Sankt Goar

Gewässerdaten

Gewässertyp 1
Fluss
Zielfische 18
AalBarbeBarschBrachseDöbelGüsterHechtKarpfenLachsMaifischMeerforelleNaseRapfenRotaugeRotfederSchleieWelsZander
Angeltechniken 6
AnsitzangelnBootsangelnFeedernGrundangelnKarpfenangelnSpinnfischen
Gewässerregeln 14
Bootsangeln nur festgemacht oder mit GPS-Anker Erlaubt
Angeln im Gernsheimer Industriehafen (Becken I und II) Verboten
Angeln im NSG Kühkopf-Knoblochsaue Verboten
Angeln im NSG Rettbergsaue bei Wiesbaden Verboten
Angeln vom fahrenden oder treibenden Boot Verboten
Anlanden im NSG Rüdesheimer Aue Verboten
Catch & Release (Zurücksetzen fangfähiger Fische) Verboten
Senknetze, Hegene und Langleinen Verboten
Verkauf gefangener Fische Verboten
Belly-Boot und Stand-Up-Paddle-Board gelten als Boot Hinweis
Digitale Fangerfassung (Fangstatistik-Pflicht) Hinweis
Handangel mit nur einer Anbissstelle Hinweis
Schiersteiner Hafen vom Erlaubnisschein ausgenommen Hinweis
Teilverbote in den NSG Mariannenaue und Winkler Aue Hinweis

Verein

Hessische Landgesellschaft mbH (HLG)

Nordendstraße 44, 64546 Mörfelden-Walldorf, Hessen, Deutschland

Gewässer-Profil

108,4km
Länge
Angelsaison
Ganzjährig befischbar. In einzelnen Schutzzonen wie am Lorcher Werth nur vom 1. Mai bis 31. Oktober. Schonzeiten und Schonbezirke beachten.
Zugänglichkeit

In den Naturschutzgebieten der Rheinaue ist das Betreten abseits der ausgewiesenen Wege untersagt. Der Zugang zum Ufer ist dort nur über gekennzeichnete Wege möglich.

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Gesamteindruck
Fischbestand
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Beschreibung

108 Kilometer Strom von Lampertheim bis Lorchhausen

Der hessische Rhein zieht sich rechtsrheinisch über rund 108 Kilometer, von der Landesgrenze zu Baden-Württemberg bei Lampertheim bis hinauf nach Lorchhausen im Rheingau. Das Besondere daran: Du hast es nicht mit einem Flickenteppich aus Einzelstrecken zu tun, sondern mit einer zusammenhängenden Landesstrecke im Hauptlauf. Wer mag, steht morgens an einem Buhnenfeld auf Höhe Gernsheim und abends oben im Rheingau.

Landschaftlich passiert auf dieser Distanz einiges. Im Süden prägt der ausgebaute Oberrhein das Bild, mit Buhnen, weiten Auen und den angeschlossenen Altrheinarmen bei Lampertheim, Biblis und Stockstadt. Weiter flussab schiebt sich der Strom an Mainz vorbei, ab Rüdesheim wird das Tal enger und die Strömung zieht spürbar an.

Wo sich das Suchen lohnt

Buhnenfelder sind am Rhein die naheliegendste Adresse, und zwar aus gutem Grund. Hinter jedem Buhnenkopf steht eine Kehrströmung, in der sich Nahrung sammelt und in der Weißfisch, Rapfen und Barsch auf Streife gehen. Der scharfen Strömungskante folgen Barbe und Nase, im beruhigten Wasser dahinter stehen Brachse, Güster und Karpfen. Zander und Wels findest du eher an den tieferen Kanten, an Hafeneinfahrten und Steinpackungen, Hecht dagegen in den ruhigen Randbereichen und an den Mündungen der Altarme.

Rechne mit kräftigen Pegelschwankungen, die hier alles bestimmen. Bei Niedrigwasser fallen Buhnenfelder trocken, der Fisch konzentriert sich auf die Rinnen, und Spinnfischen bleibt oft die einzige wirklich praktikable Methode. Steigt der Pegel, drückt der Bestand ans Ufer und in die Strömungsschatten, dann bringt ein Feederplatz kurz vor der Kante mehr als der weite Wurf in den Strom. Auch Wanderfische wie Lachs, Meerforelle und Maifisch sind im hessischen Rhein unterwegs, sie gehören zum Wiederansiedlungsprogramm und werden entsprechend behandelt. Wie du dich beim unbeabsichtigten Fang zu verhalten hast, liest du in den aktuellen Regelungen des Bewirtschafters nach.

Auen, Boot und Fangbuch

Ein großer Teil der hessischen Rheinaue steht unter Naturschutz, vom Kühkopf über die Rettbergsaue bei Wiesbaden bis zu den Auen im Rheingau. Dort gelten eigene Einschränkungen, mal ganzjährig, mal nur für einen Teil des Jahres, und abseits der ausgewiesenen Wege ist das Gelände in aller Regel tabu. Auch einzelne Hafenbecken sind ausgenommen. Welche Zone gerade wie behandelt wird, prüfst du besser vor der Tour beim Bewirtschafter, das erspart dir vor Ort böse Überraschungen.

Vom Boot aus geht am hessischen Rhein einiges, im Treiben allerdings nicht, und Belly-Boot wie Stand-Up-Paddle-Board zählen dabei genauso als Boot. Deine Fänge trägst du digital ins Fangbuch ein, das gehört fest dazu. Petri Heil.

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