Werdersee
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Der Zugang zum Ufer führt über die vorhandenen Wege. Fahrzeuge dürfen nicht verkehrsbehindernd abgestellt werden.
Der See ist eingedeicht und lässt sich zu Fuß wie mit dem Rad vollständig umrunden. Befischt werden darf der ausgeschilderte Abschnitt von der Fußgängerbrücke bis zur Schutzzone am Einlauf.
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Beschreibung
Werdersee: Bremens größtes Stillgewässer an der Weser
Zwischen den Stadtteilen Neustadt und Stadtwerder liegt der Werdersee, entstanden aus einer verlegten Flutrinne der Weser. Ab 1953 wurde die Rinne für den Hochwasserschutz umgebaut und vertieft, in den 1980er Jahren kam eine deutliche Erweiterung dazu. Heute stehen dir rund 37 Hektar Wasserfläche zur Verfügung, an der breitesten Stelle gut 300 Meter. Gespeist wird der See über den Werderseezuleiter aus der Weser, sein Spiegel liegt etwa 70 Zentimeter unter dem der Mittelweser.
Tief ist der Werdersee nirgends. Zwischen einem und knapp dreieinhalb Metern bewegt sich das Lot, im Mittel sind es rund 2,5 Meter. Diese Flachheit prägt das Angeln hier: Das Wasser erwärmt sich im Frühjahr schnell, Kraut und Kleinfisch stehen früh im Jahr bereit, und im Hochsommer verlagert sich das Geschehen oft in die Morgen- und Abendstunden.
Zielfische und wo du sie suchst
Der Bestand ist typisch für ein weserbürtiges Stillgewässer. Hecht und Zander nutzen die Kanten zum tieferen Mittelteil, Barsche jagen in Trupps entlang der Uferstrukturen, und Karpfen, Schleien sowie Brassen findest du über den flachen, weicheren Bereichen. Aale sind ebenfalls vertreten und lohnen den späten Ansitz. Dass auch Rapfen und Aland vorkommen, zeigt, wie eng der See mit der Weser verbunden ist.
Weil die Uferlinie über weite Strecken gleichmäßig verläuft, machen kleine Unterschiede den Unterschied. Achte auf Einläufe, Schilfkanten, überhängende Bäume und die Übergänge vom flachen Randbereich in die Mitte. An windexponierten Ufern drückt es Nährtiere und Weißfisch zusammen, dort lohnt der erste Wurf.
Rundweg, Ruderstrecke und Sperrbereiche
Der See ist eingedeicht und lässt sich vollständig umrunden, zu Fuß wie mit dem Rad. Angeln darfst du aber nicht überall: Freigegeben ist der ausgeschilderte Abschnitt von der Fußgängerbrücke bis zur Schutzzone am Einlauf. Wer mit Kunstködern unterwegs ist, arbeitet diesen Abschnitt am besten Stück für Stück ab, statt lange an einer Stelle zu bleiben. Ein Detail solltest du kennen: Im Mittelteil liegen ganzjährig Unterwasserseile, die die Bojen der Ruderstrecke halten. Wirf dort bedacht, sonst kostet es Köder.
Der Werdersee ist außerdem ein stark genutztes Naherholungsgewässer mit Liegewiesen, Badestrand und Wassersport. Rund um die Vogelinsel und im Bereich des Einlaufs liegen Schutzzonen, am Badestrand ruht das Angeln über die Sommermonate, und an den Tagen der Großen Bremer Ruderregatta kommen weitere Einschränkungen dazu. Sieh vor dem Ansitz in die aktuelle Gewässerordnung und frag im Zweifel beim Verein nach, damit du auf der sicheren Seite bist.
Bewirtschaftung und Praktisches
Bewirtschaftet wird das Gewässer vom Sportfischer-Verein Bremen e.V. Fragen zu Erlaubnisscheinen, Gastangeln und den vereinseigenen Mindestmaßen klärst du am besten direkt beim Verein, denn dort werden die Vorgaben auch unterjährig angepasst. Angelplätze erreichst du innerhalb des freigegebenen Abschnitts vom Rundweg aus fast überall, feste Stege oder ausgebaute Plattformen solltest du dagegen nicht erwarten.