Neuer Hafen
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Das Befahren der Kajen und das Abstellen von Kraftfahrzeugen ist nicht gestattet. Stell das Auto in der Umgebung ab und geh das letzte Stück zu Fuß.
Geangelt wird auf der Ostseite des Beckens. Die Kajen sind befestigt und über die ebene Hafenpromenade erreichbar. Marina, Steganlage der Traditionsschiffe und Schleusenkammer sind gesperrt.
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Beschreibung
Hafenangeln mitten in Bremerhaven
Der Neue Hafen liegt mitten in Bremerhaven, wenige Schritte vom Weserdeich und den Havenwelten entfernt. 1852 in Betrieb genommen, dient das gut acht Hektar große Becken heute vor allem Sportbooten, Yachten und Museumsschiffen. Für dich heißt das fester Untergrund unter den Füßen, Kaimauern statt Schilf und eine Kulisse aus Masten und Backsteinfassaden. Über eine Kammerschleuse steht der Hafen mit der Weser in Verbindung, und genau das macht ihn spannend, weil neben den gewohnten Fischen immer wieder Gäste aus der Unterweser hereinziehen.
Wo du angeln darfst
Freigegeben ist die Ostseite des Beckens. Die Fläche der Marina, die Steganlage der Traditionsschiffe und die Schleusenkammer bleiben außen vor, und während Veranstaltungen samt Auf- und Abbau ruht das Angeln vollständig. Das klingt nach viel Einschränkung, lässt dir aber eine lange, gut begehbare Kajenstrecke. Weil am Hafen ständig etwas los ist, lohnt vor der Fahrt ein Blick auf den Veranstaltungskalender.
Fische und Methoden
Der sicherste Fisch im Becken ist der Aal, der in den Dämmerstunden entlang der Mauerkante unterwegs ist. Dazu kommen Zander und Barsch, die sich an Pfählen, Pontonkanten und Lichtgrenzen halten, in ruhigeren Ecken auch mal ein Hecht. Aus der Unterweser stoßen Plattfische wie Flunder, Kliesche und Scholle dazu, in der kalten Jahreszeit außerdem Wittling und Stint. Am meisten gefangen wird mit der Grundmontage, entweder als ruhiger Ansitz auf Aal und Plattfisch oder mit Wurm und Fischfetzen am Blei. Wer auf Raubfisch geht, arbeitet die Kaimauer mit Gummifisch ab und sucht die Kanten, an denen tiefes Wasser direkt vor der Mauer steht. Die Schwarzmundgrundel ist längst fester Beifang und zeigt dir, wo Hartgrund und Steinschüttung liegen.
Wann es sich lohnt
Die ruhigen Randzeiten sind hier Gold wert. Am frühen Morgen und in der Dunkelheit kommen die Aale in Gang, und auch Zander stehen dann dichter unter der Kante. Im Sommer verteilt sich der Fisch über das ganze Becken, im Herbst und Winter wird es enger und Plattfische, Wittling und Stint sorgen für Abwechslung. Bei klarem Wasser und wenig Betrieb bringt dich eine feine Montage weiter als eine grobe.
Anfahrt und Umfeld
Die Kajen darfst du weder befahren noch als Stellplatz nutzen, das Auto bleibt also in der Umgebung stehen und den Rest gehst du zu Fuß. Ein echter Nachteil ist das nicht, denn die Promenade ringsum ist eben und du kannst deine Stelle in Ruhe aussuchen. Rundherum liegen Zoo am Meer, Auswandererhaus und Klimahaus, entsprechend voll wird es tagsüber. Früh morgens und spät abends hast du die Kajen dagegen fast für dich allein.
Karten und gute Sitte
Bewirtschaftet wird der Neue Hafen vom ASV Bremerhaven-Unterweser, der ihn zusammen mit dem benachbarten Alten Hafen auch für Gastangler öffnet. Einen gültigen Fischereischein brauchst du in jedem Fall. Was aktuell gilt, erfährst du am zuverlässigsten direkt beim Verein. Und weil du hier mitten in der Stadt angelst, gilt besonders: Schnurreste und Verpackungen wieder mitnehmen und den Platz sauberer verlassen, als du ihn vorgefunden hast.