Industriehafen Bremen
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Angeln ist nur an den im Erlaubnisschein genannten Hafenbereichen zulässig. Der Hafen ist aktives Betriebsgelände, einzelne Kaiabschnitte sind gesperrt. Aktuelle Sperrbereiche beim Hafenamt erfragen.
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Beschreibung
Hafenbecken mitten im Bremer Westen
Zwischen Kaikanten, Spundwänden und Umschlaganlagen liegt im Bremer Stadtteil Häfen ein Revier, das mit klassischen Vereinsgewässern wenig gemein hat. Die Industriehäfen bestehen aus mehreren Teilbecken, von denen für Angler vor allem der Kohlenhafen und der Hafenkanal A freigegeben sind. Das Wasser steht tief an der Wand, die Sohle der großen Becken wurde auf rund elf Meter gebaggert, damit auch große Massengutfrachter einlaufen können. Für dich heißt das: steile Kanten, harter Grund und ein Gewässer, das sich mit dem Hafenbetrieb ständig verändert.
Spundwand, Dalben und Beckeneinfahrten
Die Spundwände ziehen sich über weite Strecken durch die Becken und bilden die auffälligste Kante des Reviers. Davor fällt der Grund schnell ab, dazwischen liegen Poller, Dalben, Löschbrücken und Schiffsrümpfe, an denen sich Kleinfisch sammelt. Genau dort stehen die Räuber. Die Durchfahrten zwischen den Teilbecken und der Übergang in den Hafenkanal A sind ebenfalls Punkte, an denen sich Fisch konzentriert, weil Wasserbewegung und Kantenwechsel zusammenfallen. Wo Schlepper den Grund aufwühlen, lohnt ein Wurf besonders.
Zielfische und Ansitzpraxis
Bekannt ist das Revier vor allem für Zander, die in der kalten Jahreszeit dicht vor den Wänden stehen und sich mit dem Gummifisch am Boden überlisten lassen. Barsche jagen im Sommer oft in Rudeln entlang der Kaikanten. Aale nutzen die Steinschüttungen und Spalten als Deckung, Brassen ziehen in Trupps durch die ruhigeren Ecken, und Rapfen tauchen dort auf, wo Strömung und offenes Wasser aufeinandertreffen. Auf Friedfisch brauchst du in den weitläufigen Becken Geduld, weil die Schwärme viel wandern und ein Platz erst nach längerer Zeit trägt.
Schleuse statt Tide
Anders als die Weser vor der Tür liegen die Becken hinter der Oslebshauser Schleuse und laufen nicht mit dem Tidenhub auf und ab. Der Wasserstand bleibt über den Tag nahezu gleich, Strömung entsteht vor allem durch Schiffsbewegungen und Wind. Du kannst deinen Platz also planen, ohne auf die Gezeiten zu schauen, und musst nur den Umschlagbetrieb im Blick behalten.
Hafenbetrieb bestimmt den Angeltag
Der Hafen ist Betriebsgelände. Umschlag, Lkw-Verkehr und Bahnanlagen geben den Takt vor, und längst nicht jeder Kai ist zugänglich. Freigegeben sind ausschließlich die Bereiche, die im Erlaubnisschein aufgeführt sind, alles andere bleibt tabu. Zuständig ist das Hansestadt Bremisches Hafenamt, das die Erlaubnisscheine für die Bremer Häfen ausgibt. Kläre Bedingungen und aktuelle Sperrbereiche vor der Tour dort ab, denn Baustellen und Liegeplätze wechseln regelmäßig. Feste Schuhe, ein langer Kescher und eine Kopflampe gehören hier ins Gepäck, weil du von hoher Kante aus fischst und der Fisch mehrere Meter nach oben muss.