Sacrow-Paretzer-Kanal
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Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 2 Orte: Angeln am Sacrow-Paretzer-Kanal bei Marquardt und Potsdam. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Marquardt Revier-Sitz
Potsdam
Gewässerdaten
Verein
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Beschreibung
Die Abkürzung durch die Potsdamer Seenkette
Zwischen Jungfernsee an der Stadtgrenze von Potsdam und dem Göttinsee bei Paretz zieht sich der Sacrow-Paretzer-Kanal über rund zwölfeinhalb Kilometer. Gebaut wurde er ab 1874, ab 1876 fuhren die ersten Schiffe hindurch. Der Grund war simpel: Der natürliche Havellauf über Potsdam und Werder macht einen weiten Bogen, der Kanal kürzt ihn um gut dreizehn Kilometer ab. Schleusen gibt es auf der ganzen Strecke keine. Wer hier angelt, ist deshalb auf einem Gewässer unterwegs, das durchgehend Wasser bewegt.
Genau das macht den Kanal für dich interessant. Mindestens die Hälfte des Havelwassers nimmt heute diesen Weg, bei Mittelwasser fließen etwa dreißig Kubikmeter pro Sekunde hindurch. Der alte Lauf über die Potsdamer Innenstadt ist zur Nebenstrecke geworden.
Kanalrinne und Seenstrecken im Wechsel
Der Kanal besteht nicht durchgehend aus gegrabener Rinne. Rund siebeneinhalb Kilometer sind echte Kanalstrecke, die restlichen fünf Kilometer führen durch Seen: Weißer See, Fahrländer See und Schlänitzsee liegen in der Kette. Diese Übergänge sind die spannendsten Punkte der Strecke, weil sich Strömungsprofil und Tiefe dort auf kurzer Distanz ändern.
Der Wasserspiegel ist im Mittel etwa 50 Meter breit, das Wasser rund 3,40 Meter tief. Das Profil läuft von beiden Ufern schräg zur tiefen Mitte, und diese Böschungskante ist die auffälligste Struktur am Kanal. Sie zieht sich über weite Abschnitte gleichmäßig durch. An ihr und an den Seenübergängen suchst du Hecht, Zander und Barsch, dazu kommen Aal, Karpfen, Schleie und Rapfen. In den Uferzonen stehen Schilf und Seerosenfelder, die den harten Kanalcharakter unterbrechen.
Was du zwischen Marquardt und Paretz beachten solltest
Der Kanal ist Bundeswasserstraße und wird von Berufsschifffahrt befahren. Der Ausbau lief von 2013 bis Dezember 2021, verbreitert wurde der Kanal dabei nicht, vertieft und neu befestigt schon. Rechne mit Wellenschlag und Sog, halte deine Ruten entsprechend im Blick und such dir Plätze abseits der Fahrrinnenmitte. Vier Brücken queren die Strecke, darunter eine Eisenbahnbrücke und die Autobahn. Solche Bauwerke bringen Schatten, veränderte Strömung und Kantenwechsel ins ansonsten gleichförmige Profil.
Rund um Marquardt liegt der Kanal etwa auf halber Länge und ist von Land gut zu erreichen. Bewirtschaftet wird die Strecke vom Fischereischutzverein Havel Potsdam, der sie zusammen mit der Potsdamer Havel und den angrenzenden Seen führt. Welche Erlaubnis du brauchst und welche Zeiten gelten, klärst du vorab beim Verein. Beim Ausbau wurden Biberburgen umgesetzt und Schutzzonen für Zauneidechsen eingerichtet, an manchen Uferabschnitten gelten daher Naturschutzauflagen, die du vor Ort beachten musst.