Havel
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Zufahrt über öffentlich gewidmete Straßen und Wege. Geparkt wird auf öffentlichen Parkplätzen oder auf den vom Verband festgelegten Flächen. Anglerparkplätze sind Inhabern einer Angelberechtigung vorbehalten.
Ufer, Brücken, Wehre und Schleusenbereiche dürfen zum Angeln betreten werden, ausgenommen Gebäude und Hofbereiche. Das Betreten und Befahren der bewachsenen Uferzone ist untersagt, dort wird vom festen Ufer, von Stegen oder vom Boot aus geangelt.
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Beschreibung
Vier Havel-Gesichter zwischen Zehdenick und Hennigsdorf
Wer hier angelt, hat es nicht mit einem einzigen Fluss zu tun, sondern mit einem ganzen Gewässerbündel. Los geht es am Mühlendamm in Zehdenick, wo sich der Oberlauf aufteilt. Von dort zieht die Strecke über den Voßkanal, den naturnahen Altlauf der Schnellen Havel sowie die Friedrichsthaler und Oranienburger Havel bis zum Abzweig des Havelkanals bei Hennigsdorf. Insgesamt sind das rund 254 Hektar Wasserfläche, Altarme und Altwässer eingeschlossen.
Kanalkante gegen Mäanderlauf
Der Voßkanal entstand ab 1823 als Ersatz für den alten Voßgraben und wurde ab 1870 noch einmal ausgebaut. Er sollte den Finowkanal zuverlässig mit Havelwasser versorgen und den Weg von der Oberen Havel dorthin schiffbar machen. Heute bildet er den untersten Abschnitt der Oberen Havel-Wasserstraße, von Kilometer 0 bei Liebenwalde bis Kilometer 14,9 in Zehdenick, unterbrochen von der Schleuse Bischofswerder. Solche Kanalstrecken bringen gleichmäßige Tiefen, klare Kanten zur Fahrrinne und harte Steinschüttungen am Ufer. Genau diese Kanten sind die Stellen, an denen Raubfisch steht.
Ganz anders präsentiert sich die Schnelle Havel. Sie ist der ursprüngliche Flusslauf und windet sich zwischen Zehdenick und Oranienburg in vielen Bögen durch die Niederung. Zwischen Zehdenick und Neu-Friedrichsthal blieb sie naturbelassen, die Schifffahrt läuft nebenan auf den Kanälen. Prallhänge, Totholz und Krautfelder wechseln sich ab, dazu kommen die angebundenen Altarme.
Oranienburg, Lehnitzsee und der Weg nach Hennigsdorf
Ab Oranienburg wird das Wasser breiter. Die Oranienburger Havel mündet am Haveldreieck in die Oder-Havel-Wasserstraße, von dort führt die Strecke über den Lehnitzsee weiter nach Hennigsdorf. Dazu kommt der Abschnitt der Wasserstraße bis zur Kreisgrenze bei Zerpenschleuse. Der See erstreckt sich über 2,4 Kilometer in Nord-Süd-Richtung, bei einer Breite zwischen 250 und 470 Metern. Schwach nährstoffreich ist er dazu, 2014 wurde die Trophie mit einem Index von 3,0 bewertet. Fahrgast- und Sportboote sorgen für Bewegung im Wasser, das drückt Futterfisch an die ruhigeren Ränder.
Zielfische und die Wahl des Abschnitts
Als Zielfische stehen in diesem Havelsystem vor allem Aal und Zander im Fokus. Aal wird regelmäßig als Glasaal in die Havel und den Voßkanal eingebracht. Für die Planung lohnt es sich, die Abschnitte nicht zu mischen, sondern nach Wetter und Betrieb auf dem Wasser auszuwählen.
- Kanalstrecken bei ablandigem Wind, weil sich die Kanten dann sauber anwerfen lassen
- Mäanderlauf der Schnellen Havel, wenn auf der Wasserstraße viel los ist
- Seefläche und Altarme für längere Ansitze
Bewirtschaftet wird die Strecke vom Landesanglerverband Brandenburg, betreut von den Kreisanglerverbänden Gransee und Oberhavel. Was aktuell für den jeweiligen Abschnitt gilt, klärst du am besten direkt beim Verband.