Gnevsdorfer Vorflut
Fang-Bedingungen
Alles, was übers Beißen entscheidet
Fang-Analyse
Deine beste Beißzeit, Top-Arten & Trends
Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 2 Orte: Angeln am Gnevsdorfer Vorflut bei Legde und Rühstädt. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Legde Revier-Sitz
Rühstädt
Gewässerdaten
Verein
Gewässer-Profil
Anfahrt über die Ortslagen Quitzöbel, Abbendorf und Gnevsdorf. Ausgewiesene Parkflächen direkt am Wasser sind nicht bekannt, Zufahrten und Deichwege bitte frei halten.
Beide Ufer werden von Deichen begleitet, der Zugang führt über die Böschung und ist nicht barrierefrei. Über die Brücke der Wehranlage Gnevsdorf gelangen Angler, Wanderer und Radfahrer ans gegenüberliegende Ufer.
Bewertungen
Noch keine Bewertungen. Sei der Erste und teile deine Erfahrung mit diesem Gewässer.
Gewässer-Medien
Noch keine Gewässer-Medien vorhanden
Gewässer-Rekorde
Noch keine Rekorde vorhanden. Melde deinen Fang!
Alle Fänge
Noch keine Fänge vorhanden. Sei der Erste!
Angel-Spots
Noch keine Angel-Spots vorhanden.
Beschreibung
Ein gegrabener Mündungsarm der Havel
Havelwasser fließt hier, das Bett dazu haben Menschen ausgehoben. Als künstlicher Mündungsarm nimmt die Gnevsdorfer Vorflut, amtlich auch Gnevsdorfer Vorfluter, unterhalb der Wehrgruppe Quitzöbel das Wasser der Havel auf und führt es rund elf Kilometer elbabwärts, bis es bei Gnevsdorf in die Elbe läuft. Gegraben wurde in den 1930er Jahren, fertig war der Arm erst 1954 mit dem Wehr Gnevsdorf. Der Zweck war Hochwasserschutz. Der Rückstaupunkt der Elbe rutschte damit rund elf Kilometer flussab und auf ein etwa anderthalb Meter tieferes Niveau.
Für Angler heißt das ein Gewässer mit Kanalprofil und Flusscharakter zugleich. Über weite Strecken liegt die Wasserfläche gleichmäßig bei 80 bis 90 Metern Breite, begleitet von Deichen auf beiden Seiten. Amtlich zählt der Abschnitt zur Mündungsstrecke der Unteren Havel-Wasserstraße, bewirtschaftet wird er von der Fischereischutzgenossenschaft Havel.
Strukturen zwischen Quitzöbel und Abbendorf
Wer den geraden Verlauf für langweilig hält, unterschätzt ihn. Der Reiz liegt weniger in Buchten als im Wechsel von Strömung und Wasserstand, den die Wehre erzeugen. Steht das Wehr Gnevsdorf, staut sich die Vorflut fast bis zum Stillwasser und Brassen, Plötzen und Karpfen ziehen weit über die Fläche. Wird abgelassen, kommt spürbarer Zug ins Wasser und Rapfen, Zander und Barben stellen sich an die Kanten.
- Böschungsfüße und Steinschüttungen entlang der Deichseiten halten Weißfisch und ziehen abends Räuber an.
- Der Kopf bei Quitzöbel, wo Havelort und Vorflut zusammentreffen, bringt Strömungskanten bei geöffneten Wehren.
- Die Höhe von Abbendorf liegt etwa auf halber Strecke und ist von der Ortslage aus am kürzesten zu erreichen.
- An der Wehranlage Gnevsdorf sitzen Kahnschleuse und Fischtreppe dicht beieinander, das Wasser ist dort dauernd in Bewegung.
Fischbestand mit Elbe-Anschluss
Die offene Verbindung zur Elbe prägt das Artenbild. Neben den Havel-typischen Hechten, Zandern, Barschen und Aalen stehen hier auch Rapfen, Barben und Quappen, dazu Wels und ordentliche Karpfen. Große Weißfischschwärme aus Plötzen, Brassen und Güstern bilden die Futterbasis, entsprechend gut lässt sich mit Köderfisch und Kunstköder arbeiten. Platz ist reichlich da, vom Deichfuß aus wie vom Boot.
Anfahrt, Umfeld und Timing
Die Vorflut liegt abseits, das ist ihr Vorteil. Zwischen Legde/Quitzöbel und Rühstädt im Landkreis Prignitz reicht die Bebauung nirgends bis ans Wasser, du angelst zwischen Deich, Wiese und Auwald. Rühstädt selbst ist als Storchendorf bekannt, entsprechend viel Vogelbetrieb hast du im Sommer über dir. Über die Brücke der Wehranlage Gnevsdorf kommen Angler, Wanderer und Radfahrer auf die andere Seite.
Plane nach dem Elbepegel. Läuft die Elbe hoch, arbeiten die Wehre und der Wasserstand kann innerhalb eines Tages deutlich wandern. Ruhige Sommer- und Herbstwochen mit stabilem Stau sind die verlässlichsten Zeitfenster, für Aal und Wels lohnen die Stunden um die Dämmerung am meisten.