Gewässer

Gnevsdorfer Vorflut Quitzöbel bis Gnevsdorf

Fischereischutzgenossenschaft „Havel“ Brandenburg eG
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Ein Angel-Revier über 11 km
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Fang-Bedingungen
Mäßig Am besten heute 13 bis 15 Uhr
ca. 14 °C Wasser 20 km/h SW
Beste Zeit der Woche: heute 13 bis 15 Uhr Alle Bedingungen: 7 Tage, Analyse

Orte an dieser Strecke

Dieses Revier reicht über 3 Orte: Angeln am Gnevsdorfer Vorflut bei Legde und Rühstädt. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.

Legde/Quitzöbel und Rühstädt Revier-Sitz

Legde

Rühstädt

Gewässerdaten

Gewässertyp 2
Angeltechniken

Noch keine Daten vorhanden

Gewässerregeln 14
Belly-Boot Erlaubt
Bootsangeln Erlaubt
Gastkarten erhältlich Erlaubt
Nachtangeln Erlaubt
Angeln in Fischwegen Verboten
Betreten und Befahren der bewachsenen Uferzone Verboten
Echolot Verboten
Schleppangeln Verboten
Fänge nur für den Eigenbedarf Hinweis
Geführte Angeltouren nur mit Lizenz des Bewirtschafters Hinweis
Nur ein Köder je Angel, ausgelegte Geräte ständig beaufsichtigen Hinweis
Nur tote Köderfische aus demselben Gewässer am Tag des Fanges Hinweis
Vom Wasserfahrzeug nur verankert, GPS-Motor gilt nicht als Anker Hinweis
Vorrang der Berufsfischerei Hinweis

Verein

Fischereischutzgenossenschaft „Havel“ Brandenburg eG

Margaretenhof 5, 14774 Brandenburg an der Havel, Brandenburg, Deutschland

Gewässer-Profil

11,0km
Länge
80 bis 115m
Breite
Angelsaison
Ganzjährig befischbar. Bei Elbehochwasser steuern die Wehre den Wasserstand, die Strömung wechselt dann deutlich.
Parkmöglichkeiten

Anfahrt über die Ortslagen Quitzöbel, Abbendorf und Gnevsdorf. Ausgewiesene Parkflächen direkt am Wasser sind nicht bekannt, Zufahrten und Deichwege bitte frei halten.

Zugänglichkeit

Beide Ufer werden von Deichen begleitet, der Zugang führt über die Böschung und ist nicht barrierefrei. Über die Brücke der Wehranlage Gnevsdorf gelangen Angler, Wanderer und Radfahrer ans gegenüberliegende Ufer.

Bewertungen

Gesamteindruck
Fischbestand
Umgebung

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Beschreibung

Ein gegrabener Mündungsarm der Havel

Havelwasser fließt hier, das Bett dazu haben Menschen ausgehoben. Als künstlicher Mündungsarm nimmt die Gnevsdorfer Vorflut, amtlich auch Gnevsdorfer Vorfluter, unterhalb der Wehrgruppe Quitzöbel das Wasser der Havel auf und führt es rund elf Kilometer elbabwärts, bis es bei Gnevsdorf in die Elbe läuft. Gegraben wurde in den 1930er Jahren, fertig war der Arm erst 1954 mit dem Wehr Gnevsdorf. Der Zweck war Hochwasserschutz. Der Rückstaupunkt der Elbe rutschte damit rund elf Kilometer flussab und auf ein etwa anderthalb Meter tieferes Niveau.

Für Angler heißt das ein Gewässer mit Kanalprofil und Flusscharakter zugleich. Über weite Strecken liegt die Wasserfläche gleichmäßig bei 80 bis 90 Metern Breite, begleitet von Deichen auf beiden Seiten. Amtlich zählt der Abschnitt zur Mündungsstrecke der Unteren Havel-Wasserstraße, bewirtschaftet wird er von der Fischereischutzgenossenschaft Havel.

Strukturen zwischen Quitzöbel und Abbendorf

Wer den geraden Verlauf für langweilig hält, unterschätzt ihn. Der Reiz liegt weniger in Buchten als im Wechsel von Strömung und Wasserstand, den die Wehre erzeugen. Steht das Wehr Gnevsdorf, staut sich die Vorflut fast bis zum Stillwasser und Brassen, Plötzen und Karpfen ziehen weit über die Fläche. Wird abgelassen, kommt spürbarer Zug ins Wasser und Rapfen, Zander und Barben stellen sich an die Kanten.

  • Böschungsfüße und Steinschüttungen entlang der Deichseiten halten Weißfisch und ziehen abends Räuber an.
  • Der Kopf bei Quitzöbel, wo Havelort und Vorflut zusammentreffen, bringt Strömungskanten bei geöffneten Wehren.
  • Die Höhe von Abbendorf liegt etwa auf halber Strecke und ist von der Ortslage aus am kürzesten zu erreichen.
  • An der Wehranlage Gnevsdorf sitzen Kahnschleuse und Fischtreppe dicht beieinander, das Wasser ist dort dauernd in Bewegung.

Fischbestand mit Elbe-Anschluss

Die offene Verbindung zur Elbe prägt das Artenbild. Neben den Havel-typischen Hechten, Zandern, Barschen und Aalen stehen hier auch Rapfen, Barben und Quappen, dazu Wels und ordentliche Karpfen. Große Weißfischschwärme aus Plötzen, Brassen und Güstern bilden die Futterbasis, entsprechend gut lässt sich mit Köderfisch und Kunstköder arbeiten. Platz ist reichlich da, vom Deichfuß aus wie vom Boot.

Anfahrt, Umfeld und Timing

Die Vorflut liegt abseits, das ist ihr Vorteil. Zwischen Legde/Quitzöbel und Rühstädt im Landkreis Prignitz reicht die Bebauung nirgends bis ans Wasser, du angelst zwischen Deich, Wiese und Auwald. Rühstädt selbst ist als Storchendorf bekannt, entsprechend viel Vogelbetrieb hast du im Sommer über dir. Über die Brücke der Wehranlage Gnevsdorf kommen Angler, Wanderer und Radfahrer auf die andere Seite.

Plane nach dem Elbepegel. Läuft die Elbe hoch, arbeiten die Wehre und der Wasserstand kann innerhalb eines Tages deutlich wandern. Ruhige Sommer- und Herbstwochen mit stabilem Stau sind die verlässlichsten Zeitfenster, für Aal und Wels lohnen die Stunden um die Dämmerung am meisten.

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