Iller
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Gewässerdaten
Verein
Gewässer-Profil
01. April bis 31. Dezember
Die württembergische Uferseite ist gut zugänglich. Das bayerische Ufer ist naturbelassen, mit bewachsenen Randstreifen und Sturzbäumen im Wasser.
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Beschreibung
Die Iller zwischen Altenstadt und Oberbalzheim verdankt ihre Form nicht sich selbst. Die Begradigung zwischen Memmingen und Ulm am Ende des 19. Jahrhunderts hat den Lauf hier auf eine gerade Linie gezwungen, und genau so liest sich der Abschnitt heute: über weite Teile kanalartig, mit gleichmäßigem Zug und wenig Außenkurve. Zwei Querbauwerke auf Höhe Untereichen und Oberbalzheim gliedern die rund vier Kilometer und geben dem Wasser Rhythmus.
Wo du ansetzt
Der Untergrund ist überwiegend kiesig, die Ufer sind vielerorts unterspült und darunter eher schlammig. Diese Uferkanten sind der interessanteste Teil der Strecke, weil sich dort Fische halten, die im offenen Zug nichts verloren haben. Die württembergische Seite lässt sich gut begehen und ist der bequemere Einstieg. Das bayerische Ufer bei Altenstadt ist naturbelassen, mit bewachsenen Randstreifen und Sturzbäumen, die bewusst im Wasser bleiben. Wer dort angelt, braucht festes Schuhwerk und Geduld beim Suchen einer freien Stelle, bekommt dafür aber deutlich mehr Deckung.
Was hier beißt
Der Abschnitt trägt Salmoniden und Weißfisch gleichzeitig. Regenbogen- und Bachforelle stehen im Zug, die Äsche ebenfalls. Dazwischen laufen kräftige Döbel, dazu kommen Barben und Karpfen, die an der Iller gerne unterschätzt werden. An den Kanten und unterhalb der Querbauwerke lohnt der Ansitz auf Hecht und Barsch. In den kalten Monaten zum Jahresende wird die Quappe zum Thema, die hier nachts unterwegs ist. Signalkrebse kommen sehr häufig vor und dürfen während des Angelns mit einer Krebsreuse befischt werden.
Karten, Zeiten und was du vorher klären solltest
Bewirtschafter der Strecke ist der Fischereiverein Ulm/Neu-Ulm. Tageskarten gibt es nur in sehr begrenzter Zahl und ausschließlich über ein Vereinsmitglied, eine spontane Fahrt ans Wasser geht hier also nicht auf. Kläre den Stand vor der Anreise direkt beim Verein.
Befischbar ist der Abschnitt von April bis Ende Dezember, gefischt wird mit höchstens zwei Ruten. Dazu kommen die gesetzlichen Schonzeiten und Mindestmaße, die an der Iller als Grenzgewässer zwischen Bayern und Baden-Württemberg nicht überall gleich aussehen. Fischereischein und gültiger Erlaubnisschein sind Pflicht, den verbindlichen Rest regelt die Gewässerordnung des Vereins.