Fränkische Saale
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Die Ufer sind überwiegend gut erreichbar und begehbar. Im seichteren Streckenabschnitt kommst du mit der Wathose gut voran.
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Beschreibung
Wolfsmünster: 3,7 Kilometer Fränkische Saale unter alter Steinbrücke
Zwischen Schonderfeld und dem Tor zu Gemünden zieht die Fränkische Saale durch den Gräfendorfer Ortsteil Wolfsmünster, und genau hier liegt mit gut 3725 Metern die längste zusammenhängende Angelstrecke der unteren Saale. Ihr Wahrzeichen ist die ehrwürdige historische Steinbrücke, über Jahrhunderte einer der wenigen Übergänge über den Fluss. Wer oben am Geländer steht und bei klarem Wasser hinabschaut, sieht die Barben über dem Grund stehen, manchmal mitten im Laichgeschäft. Die Strecke beginnt oberhalb der Brücke, nimmt einen Mühlgraben mit und endet an einem gekennzeichneten Schonstück, wo die Bestände in Ruhe für Nachwuchs sorgen.
Vom tiefen Brückenloch bis zu den Kiesbänken
Die Saale zeigt hier zwei Gesichter. Direkt unterhalb der Brücke steht das Wasser tief und ruhig, im Kehrwasser der Pfeiler lauern Hechte auf Beute. Ein Stück weiter wird der Fluss breiter und flacher, zahlreiche Kiesbänke gliedern den Lauf und schaffen das typische schnell überströmte Revier für Bachforelle und Äsche. Dazwischen treiben kapitale, entsprechend scheue Döbel ihr Unwesen. Ein Wehr zweigt den Fluss in einen ruhigeren Mühlgraben ab, der selbst befischbar ist. In seinen Tiefen stecken kräftige Aale, und wenn der Hauptlauf bei niedrigem Pegel zu wenig Wasser führt, ist der Graben dein verlässliches Ausweichrevier.
So gehst du die Strecke an
Der Mix aus Tiefe und Strömung belohnt unterschiedliche Stile. An der Brücke bringst du mit Naturködern die großen Barben, Nasen und Döbel ans Band, auch wenn die Brocken einiges an Geschick verlangen und einen an manchen Tagen zur Verzweiflung treiben. Im flacheren Teil kommt die Fliege zu ihrem Recht, und wer sich vorsichtig ans Ufer pirscht, fischt Äschen und Bachforellen sauber heraus. Weil sich Teile der Strecke gut durchwaten lassen, ist eine Wathose oft Gold wert.
- Tiefer Brückenbereich: Ansitz mit Naturködern auf Barbe und Döbel, Spinnrute auf Hecht.
- Kiesstrecke: Fliegenfischen auf Bachforelle und Äsche, am besten mit der Wathose.
- Mühlgraben: Ansitz auf Aal, ideal bei niedrigem Wasserstand im Hauptbett.
Gut zu wissen vor dem ersten Wurf
Die Ufer sind ordentlich erreichbar und lassen sich gut begehen. Den Wasserstand in Wolfsmünster solltest du vorher prüfen, gerade wenn du waten willst. Schön zu sehen ist, dass sich der einst begradigte Fluss langsam erholt. Die Masse an Fischbrut im Uferbewuchs zeigt, dass der Bestand inzwischen weitgehend ohne Besatz auskommt. Tages- und Gastkarten für die Strecke gibt der bewirtschaftende Verein aus, dort erfährst du auch, welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten. Petri Heil in Wolfsmünster.