Fränkische Saale
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Beschreibung
Strecke 4 bei Hurzfurt: ruhiges Wasser im unteren Saaletal
Kurz bevor die Fränkische Saale bei Gemünden den Main erreicht, schiebt sie sich in weiten Bögen durchs Tal zwischen Gräfendorf und Michelau. Genau hier, am linken Ufer beim Hofgut Hurzfurt, liegt die rund 910 Meter lange Strecke 4. Der Einstieg ist gut zu finden: Etwa 50 Meter unterhalb der Mündung des kleinen Waizenbachs markiert ein weißes Schild den Streckenbeginn, und ein flaches Wehr bildet die obere Grenze zwischen Gräfendorf und Michelau. Begleitet wird der Abschnitt von einer wenig befahrenen Straße und der Bahnlinie Richtung Bad Kissingen, was den Zugang unkompliziert macht und trotzdem Ruhe am Wasser lässt.
Zwischen Seerosen und sauerstoffreichem Kies
Der Charakter wechselt auf kurzer Distanz. Oberhalb des Wehrs steht das Wasser ruhig und tief, weiter unten zieht es flotter über kiesige Gründe, die für Sauerstoff und Strömung sorgen. Diese Mischung erklärt, warum hier so unterschiedliche Fische zusammenkommen. Das Gewässer wird schonend bewirtschaftet und hält einen guten Bestand an Aalen, Hechten und Karpfen. Besonders spannend sind die ausgedehnten Seerosenfelder: An ihren Rändern lohnt der gezielte Ansatz auf kapitale Karpfen und die eher scheuen Schleien. Wer mit Spinnköder oder am Grund fischt, kommt an dieser Strecke gut auf seine Kosten.
Neben den Klassikern tummeln sich Barben, Döbel und Flussbarsche im Abschnitt, dazu Brachsen und Rotaugen in den ruhigeren Zonen. Auf den kiesigen Passagen zeigt sich ab und an eine Bachforelle, und aus den tieferen Löchern wurde sogar schon die heimliche Quappe gemeldet. Welche Methode am besten läuft, hängt stark von Wasserstand und Jahreszeit ab. An warmen Sommerabenden an den Krautkanten zu sitzen, kann sich genauso auszahlen wie das Abklopfen der Strömungskanten mit leichtem Spinngerät.
Petri Heil mit Pferden im Blick
Eine Besonderheit gibt es am Ufer obendrauf: Auf den Koppeln rund um das Hofgut Hurzfurt grasen Achal-Tekkiner, eine seltene Pferderasse aus Turkmenien, die hier seit den 1970er-Jahren gezüchtet wird. Der Name Hurzfurt selbst dreht sich ums Pferd, was die benachbarten Flurnamen wie Pferdsberg unterstreichen. Wer hier angelt, sollte sich vorab um den passenden Erlaubnisschein kümmern: Die Strecke wird vom bewirtschaftenden Verein betreut, und Verfügbarkeit wie Bedingungen klärst du am besten direkt dort. Welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, erfährst du ebenfalls beim Verein. Dann steht einem entspannten Tag an der Saale nichts im Weg.