Fränkische Saale
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Beschreibung
Die Fränkische Saale bei Weickersgrüben
Rund um Weickersgrüben zeigt die Fränkische Saale ihr ruhiges Gesicht. Auf den knapp zwei Kilometern dieser Strecke staut das Wehr an der Roßmühle den Fluss zu träge ziehenden Partien, in denen sich das Wasser Zeit lässt. Genau solche Abschnitte mag, wer entspannt am Ufer sitzt und auf den Biss wartet. Die Saale gilt als weitgehend naturbelassen, und das merkst du auch hier: wechselnde Uferstrukturen, ein paar tiefere Kolke und immer wieder Bereiche, in denen Kraut und Strömungskanten den Fischen Deckung geben.
Wo welcher Ansatz läuft
Oberhalb des Wehrs, wo die Strömung nachlässt, kommen Grund- und Posenangler auf ihre Kosten. Hier steigen immer wieder kräftige Karpfen und starke Aale ein, dazu Rotaugen als zuverlässiger Beifang und gelegentlich eine Barbe. Wer Bewegung sucht, schnürt die Spinnrute: An den rauschigen Stellen mit mehr Zug stehen die Hechte, und auch Bach- und Regenbogenforellen lassen sich überlisten. Fliegenfischer finden in den schnelleren Passagen ihr Revier, das früher vor allem für kapitale Äschen bekannt war.
Was die Strecke besonders macht:
- ruhige Staubereiche oberhalb des Wehrs für den entspannten Ansitz
- rauschige Abschnitte mit Strömung für Spinn- und Fliegenfischer
- abwechslungsreiche Ufer mit Kolken, Kanten und Krautfeldern
Ein Fluss, der sich erholt
Die Untere Saale ist ein Stück Renaturierungsgeschichte. In Gräfendorf wurde ein alter Mäander wieder geöffnet, in Schonderfeld entstanden neue Buhnenfelder, und beides hat dem Fischbestand spürbar geholfen. Die früher fast verschwundene Nase wurde ab 2002 wieder eingebürgert, seit 2008 landet sie regelmäßig im Kescher. Neben den klassischen Friedfischen tummeln sich hier auch Döbel, Schleie und Rapfen, dazu Räuber wie Hecht und Zander. Welche Karten es für die Strecke gibt und welche Schonzeiten gerade gelten, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein. Petri Heil an der Saale!