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Beschreibung
Untere Wupper zwischen Glüder und Opladen
Auf gut zwanzig Kilometern zieht die Wupper hier durchs Bergische, vom Auslauf des Kraftwerks Glüder bei Strohn bis hinunter zum Wehr in Opladen-Reuschenberg. Wer den Fluss aus früheren Jahrzehnten kennt, reibt sich die Augen: Aus dem einst schwer belasteten Industriefluss ist wieder ein lebendiges Salmonidengewässer geworden, in dem sogar Wanderfische ihren Weg zurückfinden. Bewirtschaftet wird die Strecke vom Sportanglerverein Bayer Leverkusen, der sie in klar abgegrenzte Sektoren gegliedert hat. Das solltest du beim Planen deines Ansitzes von Anfang an mitdenken.
Strömung, Wehre und Fliegenfischer-Reviere
Die Wupper ist ein zügig fließender Mittelgebirgsfluss mit Rauschen, Gumpen und ruhigeren Kehren. Genau dieser Wechsel macht den Reiz aus. Unterhalb der Wehre, etwa am Wipperkotten oder am Auerkotten, liegen tiefere Bereiche und Turbinenausläufe, in denen die Fische bei höheren Temperaturen und kräftiger Strömung gern stehen. Solche Strukturkanten sind die Adressen, an denen du deine Fliege oder deinen Köder zuerst anbieten solltest.
Welche Methode erlaubt ist, hängt vom Abschnitt ab. Manche Strecken sind reine Fliegenfischer-Reviere, andere lassen zusätzlich das Spinnfischen zu, und in den als alle Angelarten ausgewiesenen Sektoren hast du freie Wahl bis hin zum Ansitz mit Pose oder Grundmontage. Setzt du auf Kunstköder, gehört der widerhakenlose oder angedrückte Haken an diesem Wasser zum guten Ton, schon um geschützte Fische sauber wieder freilassen zu können.
Wanderfische, Schonstrecken und faires Zurücksetzen
Der Charakter der Strecke ist eng mit dem Wanderfisch-Gedanken verbunden. Äsche, Meerforelle und Lachs stehen hier ganzjährig unter Schutz und werden konsequent zurückgesetzt, während die Bachforelle nur innerhalb eines engen Entnahmefensters befischt wird. Mehrere ausgewiesene Schonstrecken bleiben komplett angelfrei und geben dem Bestand Ruhe. Beim Zielfisch lohnt es sich also, genau auf den jeweiligen Sektor zu achten.
Das Gewässer ist ganzjährig geöffnet, die erlaubten Tageszeiten verschieben sich allerdings mit den Jahreszeiten, und Nachtangeln ist nur im Hochsommer und nur in bestimmten Sektoren möglich. Bevor du losziehst, klärst du die aktuell gültigen Bestimmungen, Schonzeiten und die Frage nach Erlaubnisscheinen am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein. Dann steht einem schönen Tag an der Wupper nichts im Weg. Petri Heil!