Wörnitz
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Beschreibung
Wörnitz bei Gerolfingen am Fuße des Hesselbergs
Im Schatten des Hesselbergs zieht die Wörnitz träge durch das weite Wiesental, und genau hier liegt die Strecke des 1. Fischereivereins Zirndorf zwischen dem Wehr bei Aufkirchen und dem Mühlwehr der Schmalzmühle. Gut vier Kilometer naturnah belassener Fluss, eingebettet ins Vogelschutzgebiet Wörnitztal, wo Eisvogel, Graureiher und der Rote Milan über den Seerosenfeldern kreisen. Der Fluss tritt hier spürbar ins Alter: kaum Gefälle, viele Windungen, ruhige Buchten hinter den zahlreichen Stauanlagen.
Was die Strömung dir verrät
Die Wörnitz gehört klar zur Cyprinidenregion, und das merkst du an jedem Standplatz. Wo das Wasser langsam steht und die Gelbe Teichrose ihre großen Blätter ausbreitet, halten sich hochrückige Fische auf, die stärkere Strömung gar nicht mögen. Hauptfisch ist der Karpfen, der hier regelmäßig Gewichte bis an die zehn Kilo erreicht. Sein Bestand hält sich nur durch Besatz, denn anders als die übrigen Arten vermehrt er sich in der Wörnitz nicht von selbst. Am frühen Morgen und im letzten Licht des Abends beißen Karpfen und Schleie am willigsten, während der Hecht als Sichtjäger eher tagsüber zupackt.
Spannend wird es nach Sonnenuntergang. Dann gehen Zander und Aal auf Beutezug, und der Wels verlässt sein Versteck. Die Wörnitz zählt neben Naab und Regen zu den bayerischen Flüssen mit kapitalen Welsen. Der größte hier gefangene Waller maß 2,07 Meter und stieg beim herbstlichen Zanderfischen mit Gummifisch auf der Spinnrute ein, ausgerechnet in der Strecke bei Gerolfingen. Neben den Räubern und dem Karpfen triffst du auf Brachse, Güster, Karausche, Barsch, Rapfen und ein buntes Sortiment kleinerer Weißfische.
So gehst du die Strecke an
Die ruhigen, krautreichen Zonen entlang des Schilfgürtels sind klassische Ansitzplätze für Karpfen, Schleie und Brachse, am besten mit Grund- oder Posenmontage. Wer auf Zander und Wels aus ist, fischt die tieferen Rinnen unterhalb der Wehre und die Bereiche mit etwas mehr Zug ab, gern in der Dämmerung und bei Nacht. Der Wels hört hervorragend, also lohnt es sich, am Ufer leise zu bleiben. Bedenke beim Ansitz auch die künstlichen Wasserstandsschwankungen durch das Anstauen und Absenken; sie verschieben die Fische und ihre Fresszeiten.
Die Strecke wird vom 1. Fischereiverein Zirndorf bewirtschaftet und ist in erster Linie den Mitgliedern vorbehalten. Ob und wie du als Gast ans Wasser darfst, und welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim Verein. Petri Heil am Hesselberg.