Wörnitz
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Beschreibung
Wo die Wörnitz ihren Anfang nimmt
Mitten in Schillingsfürst auf der Frankenhöhe sprudelt die Wörnitz aus einem gefassten Brunnen an der Dombühler Straße, rund 490 Meter über dem Meer. Was hier als schmaler Quellbach startet, wird auf seinem weiteren Weg zu einem gut 132 Kilometer langen Fluss, der bei Donauwörth von links in die Donau mündet. Du stehst an diesem Abschnitt also ganz am Ursprung eines der älteren, nach Südosten zur Donau entwässernden Gewässer der Region.
Der Quellbereich liegt direkt am Ortsrand und begleitet die junge Wörnitz die ersten Meter Richtung Gemeinde Wörnitz. Auffällig ist das geringe Gefälle: Auf ihren über 130 Kilometern verliert die Wörnitz nicht einmal 100 Höhenmeter, was einem mittleren Sohlgefälle von etwa 0,7 Promille entspricht. Schon hier oben merkst du, dass das Wasser eher ruhig und gleichmäßig zieht, statt wild zu stürzen.
Ein Stück Schillingsfürster Fischereigeschichte
Der Quellabschnitt gehört zu den alten fürstlichen Gewässern von Schillingsfürst. Schon um 1900 wurden diese Strecken befischt. Überliefert ist etwa der Schillingsfürster Lehrer Hauck, der die fürstlichen Wasser bewirtschaftete und die Anfänge des organisierten Fischereiwesens in der Gegend mitprägte. Die Datenlage zum heutigen Angeln an diesem kurzen Quellstück ist dünn. Ob und welche Karten es hier überhaupt gibt, klärst du deshalb am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein, bevor du die Rute auspackst.
Was zwischen den Ufern steht
Für die Wörnitz selbst sind seit jeher Karpfen, Schleien, Hechte, Aale und Rotaugen überliefert. Direkt am Quellbach fällt der Bestand naturgemäß überschaubar aus, weiter flussab wird das Bild dann breiter. Wer den Ursprung mit eigenen Augen sehen und ein ruhiges Fleckchen am Anfang eines langen Flusslaufs finden will, ist hier genau richtig. Petri Heil.