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Beschreibung
Zwölf Kilometer Weser im Dreiländereck
Zwischen Bad Karlshafen und Meinbrexen schiebt sich die Weser durch das Dreiländereck, wo Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen aufeinandertreffen. Der Fischereiverein Oberweser bewirtschaftet hier rund zwölf Flusskilometer, rechtsseitig von Kilometer 44,86 bis 55,95, am gegenüberliegenden Ufer bis 57,18. Mit 50 bis 70 Metern Breite und im Schnitt etwa anderthalb Metern Tiefe hat dieser Abschnitt noch ordentlich Zug auf dem Wasser, der Untergrund wechselt zwischen Sand und Kies. Petri Heil ist hier kein leeres Versprechen, du musst die Strecke nur lesen können.
Buhnen, Strömungskanten und was dahinter steht
Das prägende Merkmal sind die zahlreichen Buhnen, die quer in den Fluss ragen. Hinter jeder dieser Steinpackungen bildet sich eine Strömungskante mit beruhigtem Wasser, und genau dort stehen die Räuber auf der Lauer. Das sogenannte Buhnenhopping, bei dem du dich von Buhnenkopf zu Buhnenkopf arbeitest und jede Kante abklopfst, ist auf dieser Strecke die wohl effektivste Art, aktive Fische zu finden. Zander, Hecht, Barsch und Rapfen lassen sich so mit Gummiködern, Spinnern und Crankbaits überlisten. In der zügigen Strömung darf der Köder ruhig etwas schwerer ausfallen, sonst verlierst du den Grundkontakt.
Wer es ruhiger angehen will, sitzt am Grund auf Aal. Der Abschnitt gilt seit Jahren als einer der letzten mit einem wirklich kräftigen, natürlichen Aalbestand, an einem guten Abend kommen schon mal mehrere Fische zusammen. Auf Friedfisch lohnt das Feedern oder der klassische Ansitz: Barbe, Brachse, Döbel, Rotauge und immer wieder Karpfen gehören zum festen Programm. Vereinzelt verirrt sich sogar eine Forelle in den Bereich, ein Hinweis darauf, wie sauerstoffreich das Wasser hier noch fließt.
Bevor du die Rute auspackst
Der Abschnitt lässt sich von beiden Ufern befischen, das Westufer liegt auf nordrhein-westfälischer, das Ostufer auf niedersächsischer Seite. Ein Teil der Strecke grenzt an ein militärisches Sperrgebiet bei Würgassen, das nicht beangelt werden darf, halte dort die Beschilderung im Blick. Für die Erlaubnis brauchst du einen Gastschein des bewirtschaftenden Vereins. Ob Tages-, Wochen- oder Jahreskarte für dich passt und wo du sie aktuell bekommst, klärst du am besten direkt beim Fischereiverein Oberweser. Welche Schonzeiten, Mindestmaße und sonstigen Regeln gerade gelten, erfährst du ebenfalls dort, bevor es ans Wasser geht.