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Beschreibung
Mit der Angel an die Weser bei Rinteln
Mitten in der Grafschaft Schaumburg zieht die Weser breit und ruhig an Rinteln vorbei. Der Fischerei-Verein Grafschaft Schaumburg bewirtschaftet hier eine ausgedehnte Strecke von rund 244 Hektar Wasserfläche, die ab Weser-km 149 in einer Pachtgemeinschaft mit dem Nachbarverein aus Hameln liegt. Du angelst also an einem echten Strom, nicht an einem stillen Weiher: spürbare Strömung, eine ordentliche Breite und ein Flussbett, das vom Hauptstrom über Buhnenfelder bis in die ruhigeren Randbereiche reicht. Genau diese Vielfalt macht den Abschnitt so spannend.
Was zwischen den Buhnen schwimmt
Der Fischbestand liest sich wie ein Querschnitt durch einen gesunden Tieflandfluss. In der Strömung und an den Kanten stehen Räuber wie Zander, Hecht, Barsch und der ein oder andere kapitale Wels, während Barbe, Nase, Döbel, Aland und Rapfen die strömungsliebende Fraktion vertreten. In den ruhigeren Zonen tummeln sich Karpfen, Schleie, Brasse, Güster, Rotauge und Rotfeder, und selbst Bach- und Regenbogenforelle sowie kleinere Begleitarten wie Hasel, Laube und Stichling gehören dazu. Wer mit offenen Augen ans Wasser geht, merkt schnell, dass hier für fast jede Vorliebe etwas dabei ist.
So gehst du den Strom an
Die Struktur gibt den Takt vor. Hinter den Buhnen, wo die Strömung abreißt und sich Kehrwasser bildet, sammeln sich Friedfische und damit auch ihre Jäger. Mit dem Spinnköder tastest du diese Kanten nach Zander und Hecht ab, während sich Barbe und Brasse klassisch auf Grund oder mit der Feederrute überlisten lassen. An lauen Sommerabenden lohnt der Ansitz auf Karpfen in den tieferen, ruhigeren Abschnitten. Schwere Strömung verlangt etwas mehr Blei und ein wachsames Auge auf die Schifffahrt, dafür belohnt der Strom mit Fischen, die richtig Kraft haben.
Gut zu wissen vor dem Anwurf
Gastangler sind an der Rintelner Strecke willkommen. Ob und welche Karten gerade verfügbar sind, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein, dessen Büro in Rinteln feste Sprechzeiten hat. Dort erfährst du auch, welche Schonzeiten und Mindestmaße aktuell gelten, bevor du die Rute auswirfst. Dann steht einem schönen Tag am Strom nichts mehr im Weg. Petri Heil!