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Beschreibung
Tidenwasser mitten durch Bremen
Unterhalb des Weserwehrs bei Hastedt beginnt ein Stück Fluss, das ganz anders tickt als die ruhige Mittelweser oben drüber: Hier schiebt die Tide das Wasser zweimal am Tag rein und wieder raus. Die Bremische Weser zieht vom Wehr bei km 17,5 quer durch die Stadt bis zur Landesgrenze nach Niedersachsen, vorbei an Gröpelingen und den Häfen, runter bis Vegesack, Blumenthal und Farge. Geangelt wird auf dieser Strecke ausschließlich vom Ufer aus, vom Boot ist hier nichts zu holen.
Was zwischen Wehr und Vegesack schwimmt
Der Aal ist das Aushängeschild dieser Strecke. Das Fischeramt setzt seit Jahren regelmäßig vorgestreckte Aale in die Weser, zuletzt wieder einige Tausend Stück, und entsprechend gut stehen die Chancen auf einen ordentlichen Schlängler in der Dämmerung. Daneben tummeln sich die klassischen Räuber: Hecht, Zander und Barsch lassen sich mit Kunstköder oder Köderfisch überlisten, sobald die Raubfischschonzeit vorbei ist. Wer im Strömungsschatten der Buhnen und an den Hafeneinfahrten sucht, trifft auf Rapfen und kräftige Döbel, und im tidegeprägten Unterlauf taucht mit der Flunder sogar ein Gast aus dem Brackwasser auf. Quappe, Äsche sowie die wandernden Salmoniden Lachs und Meerforelle runden den Bestand ab.
Ansatzpunkte am Wasser
Die Tide ist dein Taktgeber. Bei auflaufendem und ablaufendem Wasser kommt Bewegung in die Fische, die Übergänge zwischen den Gezeiten sind oft die heißeste Phase. Mit Grundmontage und einem ruhigen Ansitz an einer Buhne bist du auf Aal und Friedfisch gut aufgestellt, während sich das Spinnfischen entlang der Kanten, Strömungsabrisse und Hafenmündungen für die Räuber anbietet. Achte auf den Wasserstand: Bei Niedrigwasser legst du Strukturen frei, die dir bei Flut die besten Standplätze verraten.
Den Fischereierlaubnisschein für die Bremische Weser stellt das Fischeramt Bremen aus, gültig nur zusammen mit einem gültigen Fischereischein. Welche Karten es gibt und was sonst noch zu beachten ist, klärst du am besten direkt beim Fischeramt. Petri Heil an der Weser!