Umflutehle
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Beschreibung
Wo die Elbe bei Magdeburg ihren ruhigen Zwilling hat
Östlich von Magdeburg zieht sich die Umflutehle als langgestreckter Hochwasserkanal durch die Elbaue. Seit 1876 leitet das Bauwerk zusammen mit dem Pretziener Wehr Hochwasser an der Stadt vorbei, auf rund 25 Kilometern vom Wehr bei Pretzien über Pechau, Heyrothsberge und Biederitz bis zur Mündung in die Elbe bei Lostau. Der hier beschriebene Abschnitt setzt dort an, wo die Neue Ehle einmündet, und folgt dem Kanal bis zur Elbe. Streckenweise nutzt der Kanal das alte Bett der Ehle, was für ein abwechslungsreiches Bild zwischen träge ziehendem Wasser, Schilfkanten und eingedeichten Uferzonen sorgt.
Wer das erste Mal hier steht, merkt schnell: Das ist kein hektischer Strom, sondern ein eher gemächliches Gewässer mit viel Struktur am Rand. Genau das macht den Reiz aus.
Kraut, Kanten und kapitale Räuber
Die Umflutehle gilt unter Magdeburger Anglern als Top-Adresse, und das aus gutem Grund. Neben Hecht, Schleie und Aal steigen dir hier auch Karpfen, Brachsen und immer wieder Zander an die Schnur, dazu Barsche und kleinere Weißfische wie Rotauge und Rotfeder. Auch der ein oder andere Graskarpfen ist gemeldet. Die kräftige Unterwasservegetation prägt das Wasser über die wärmeren Monate stark, deshalb kommst du mit krautresistenten Montagen deutlich weiter als mit filigranem Gerät, das sich im Grün festsetzt.
Am Abschnitt um Pechau bringt das Grundangeln auf die friedfischlastige Beute die zuverlässigsten Ergebnisse. Wer es auf Hecht und Zander abgesehen hat, ist mit dem Spinnfischen gut beraten, oberflächennah geführte Köder und weiche Gummiköder lassen sich über den Krautfeldern sauber anbieten. Such dir die Übergänge: Schilfkanten, Einmündungen und die ruhigeren Buchten sind die Stellen, an denen sich Beute und Räuber sammeln.
Karten und Bewirtschaftung
Bewirtschaftet wird die Strecke vom Magdeburger Anglerverein, der im Landesanglerverband Sachsen-Anhalt organisiert ist. Mitglieder des Verbands dürfen die Umflutehle in der Regel ohne zusätzliche Gewässerkarte befischen. Ob und welche Karten du als Gast brauchst und welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim Verein. Ein kurzer Anruf vor der Tour spart dir vor Ort Ärger, und du weißt gleich, woran du bist. Petri Heil an der Umflut.