Spree
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Viele Angelplätze im Spreewald sind nur mit Boot oder Kahn erreichbar. Pkw-Stellplätze gibt es an den Häfen und Ortseinstiegen in Lübben und Lübbenau.
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Beschreibung
Mit dem Kahn durch den Oberspreewald
Zwischen Lübbenau und Lübben fächert sich die Spree in ein weitverzweigtes Netz aus Fließen auf, das nach der letzten Eiszeit entstand und später durch Kanäle erweitert wurde. Genau dieses Labyrinth aus ruhig ziehendem Wasser macht den Reiz des Abschnitts im Biosphärenreservat Spreewald aus. Wer hier angelt, ist meist mit dem Boot oder dem traditionellen Kahn unterwegs, denn die spannendsten Stellen liegen tief im Auwald und sind zu Fuß kaum zu erreichen.
Das Wasser zieht gemächlich, die Ufer sind dicht bewachsen, und überall findest du Kehren, Krautfelder und schattige Abschnitte unter überhängenden Erlen. Solche Strukturen sind kleine Fischmagneten: Hier stehen Hechte auf der Lauer, Barsche jagen entlang der Kanten, und in den tieferen Rinnen lassen sich Aal, Schleie und kapitale Karpfen überlisten.
Welche Fische hier ziehen
Der Spreewald gilt nicht umsonst als eines der fischreichsten Reviere Brandenburgs. Neben Hecht, Zander und Barsch tummeln sich hier auch Wels, Aal, Schleie, Brachse und Aland, dazu die eher heimlich lebende Quappe. Für Raubfischangler ist vor allem das Zusammenspiel aus engen Fließen und breiteren Hauptarmen reizvoll, weil sich Räuber an den Übergängen und Einmündungen gern positionieren.
Friedfischfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten. In Brandenburg darfst du mit zwei Friedfischhandangeln sogar ohne Fischereischein ans Wasser, sofern du Angelkarte und Fischereiabgabemarke dabeihast. Kinder dürfen ab dem vollendeten achten Lebensjahr mitangeln. Welche Papiere du im Einzelnen brauchst und welche Strecken freigegeben sind, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein.
So gehst du es an
Am erfolgreichsten ist auf den Fließen das Grundangeln, dicht gefolgt vom feinen Posenangeln in den ruhigen Buchten. Wer auf Räuber geht, fährt mit einer kurzen, sensiblen Spinnrute am besten, weil sich damit auch enge Stellen mit dichtem Uferbewuchs sauber abfischen lassen. Vom Kahn aus kannst du an einseitig befischbaren Gewässern über die ganze Breite werfen und erreichst so Plätze, die vom Ufer verschlossen bleiben.
Plane deinen Tag rund ums Licht: Auf weiten Teilen der Spree darfst du von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang angeln, das Nachtangeln ist nur auf ausgewiesenen Abschnitten möglich. Da das gesamte Gebiet als UNESCO-Biosphärenreservat geschützt ist, lohnt es sich doppelt, leise und rücksichtsvoll unterwegs zu sein. Petri Heil im Spreewald!