Roter Main
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Beschreibung
Wo zwei Quellflüsse zum Main werden
Westlich von Kulmbach, bei Schloss Steinenhausen, trifft der Rote Main auf den Weißen Main, und beide werden zum Main, der über 500 Kilometer später bei Mainz den Rhein erreicht. Bis dahin hat der Rote Main schon rund 72 Kilometer hinter sich: von seiner Quelle im Lindenhardter Forst bei Hörlasreuth über Creußen und Bayreuth bis hinunter ins Kulmbacher Land. Seinen Namen verdankt er dem rötlichen Lehm, der bei Hochwasser aus den Uferabbrüchen ins Wasser gerät und ihn braun-rot färbt.
Auf der Vereinsstrecke bei Kulmbach zeigt sich der Fluss von seiner ruhigeren Seite. Nach dem teils kanalartigen Stadtabschnitt in Bayreuth bekommt er in den Mainauen wieder Platz, mäandriert in gewundenem Lauf durch die Aue und bildet genau die wechselnden Strukturen, die einen Flussangler neugierig machen: tiefere Außenkurven, flache Gleithänge, Totholz und ausgespülte Kanten.
Forelle, Äsche und Barbe im Blick
Über weite Strecken ist der Rote Main ein typisches Salmoniden- und Äschengewässer. In den schneller fließenden Passagen stehen Forellen und Äschen, dazu kommen Barben, die sich gern an strömungsberuhigten Stellen hinter Strukturen und in den tieferen Rinnen halten. Wer hier ans Wasser geht, liest am besten zuerst die Strömung: Übergänge von schnell zu langsam, das Kehrwasser hinter Steinen und die Ränder der Krautfelder sind die Punkte, an denen sich genaues Beobachten auszahlt. Neben den Zielfischen leben im Fluss auch geschützte Arten wie Groppe und Bachneunauge, ein gutes Zeichen für die Wasserqualität.
Anfahrt und Karten
Der Abschnitt gehört zum Revier des Bezirksfischerei-Vereins Kulmbach von 1896 e.V. und ist auf dessen Gewässerkarte enthalten. Von Kulmbach aus bist du in wenigen Minuten am Wasser. Welche Karten es gibt und welche Regeln, Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim Verein, bevor du losziehst. Dann steht einem ruhigen Tag an der Aue nichts im Weg. Petri Heil.