Pöhlbrack
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Beschreibung
Stilles Wasser hinter dem Lenzener Elbdeich
Wer am Lenzener Hafen über die Deichkrone schaut, hat die Elbe vor Augen und ahnt kaum, dass direkt dahinter ein eigenes kleines Angelrevier liegt. Das Pöhlbrack ist so ein typisches Elbe-Brack, ein stehendes Restgewässer im Vorland der Prignitz, gerade einmal knapp einen Hektar groß. Solche Bracks sind die ruhigen Gegenspieler des großen Stroms: windgeschützt, überschaubar und mit einer ganz eigenen Fischwelt.
Was hier schwimmt
Auf so kleiner Fläche steckt erstaunlich viel Leben. Im Pöhlbrack tummeln sich Schleien und Karauschen, dazu setzt der Karpfen die dicken Ausrufezeichen, während Brachsen und ein guter Barschbestand für Abwechslung am Haken sorgen. Die Mischung aus Friedfisch und ein paar räuberischen Barschen macht den Reiz aus: An einem ruhigen Morgen kannst du mit feinem Gerät auf Schleie ansitzen und nachmittags den Barschen mit kleinen Ködern nachstellen. Petri Heil ist hier eine Frage von Geduld und genauem Hinschauen, nicht von weiten Würfen.
So tickt das Brack übers Jahr
Weil das Wasser flach und stehend ist, kommt es im Frühjahr schnell auf Temperatur. Das bringt die Fische früh in Bewegung und macht die ersten warmen Wochen oft zur besten Zeit am Pöhlbrack. Im Hochsommer lohnt sich der frühe oder späte Ansitz, wenn die Sonne nicht mehr senkrecht aufs Wasser brennt. Geangelt wird grundsätzlich am Tag, von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang, mit höchstens zwei Handangeln. Wer die Nacht am Wasser verbringen möchte, sollte vorab klären, unter welchen Bedingungen das möglich ist.
Karten und Bewirtschaftung
Bewirtschaftet wird das Pöhlbrack vom Kreisanglerverband Perleberg e.V., der zahlreiche Gewässer in der Prignitz betreut. Ob und welche Gast- oder Tageskarten es für das Brack gibt und welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim Verein. So bist du auf der sicheren Seite und kannst dich ganz auf das konzentrieren, was zählt: ein stilles Wasser, ein paar gute Fische und der Elbdeich im Rücken.