Oder
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Zugang teils über Feld- und Wiesenwege, einzelne Zuwegungen nur zu Fuß nutzbar. Landwirtschaftliche Wege nur mit Erlaubnis des Landwirts befahren.
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Beschreibung
Die Westoder zwischen Friedrichsthal und Mescherin
Nördlich von Schwedt teilt sich die Oder, und genau hier beginnt für dich ein eigener Wasserlauf: Bei Friedrichsthal geht die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße in die Westoder über, die dann ruhig durch das Untere Odertal bis nach Mescherin an der deutsch-polnischen Grenze zieht. Du angelst mitten in der Uckermark, in einer Flusslandschaft, die über weite Strecken zum Nationalpark gehört. Bei Gartz und Mescherin treten sogar hohe Steilufer ans Wasser, dazwischen wechseln befestigte Abschnitte mit naturbelassenen Wildnis-Ufern.
Was diesen Flussarm prägt
Die Westoder ist ein gemächliches Gewässer. Spürbare Strömung gibt es kaum, je nach Wasserstand und dem Wasserangebot aus dem Stettiner Haff sind es selten mehr als rund ein Kilometer pro Stunde. Der Wasserstand liegt nur etwa 40 Zentimeter über Normalnull, was dem ganzen Abschnitt einen flachen, weiten Charakter gibt. Stark verkrautet ist der Hauptlauf selten, dafür wachsen die abzweigenden Altarme und die seeartigen Buchten im Hochsommer gern zu. Genau diese Übergänge sind spannend: Wo ein Altarm einmündet oder sich eine ruhige Bucht öffnet, findest du Struktur, Kanten und Versteckmöglichkeiten für Fisch. Wind solltest du einplanen, besonders die breiten, seeartigen Erweiterungen nahe Friedrichsthal können ordentlich aufbrisen.
Welche Fische hier ziehen
Der Bestand ist typisch für die untere Oder und abwechslungsreich. Neben Aal und kapitalem Wels stehen hier Hecht und Zander als Räuber im Fokus, dazu kommen Karpfen und Schleie im friedlicheren Lager. An den Steilufern und Buchtenkanten lohnt sich das Spinnfischen auf Hecht und Zander, während sich Aal, Wels und Karpfen gut im Ansitz an tieferen Stellen und vor den Altarm-Einfahrten überlisten lassen. Wer die Strukturwechsel liest, hat hier oft die Nase vorn.
Bevor du ans Wasser gehst
Ein großer Teil der Strecke liegt im Nationalpark Unteres Odertal, und dort gelten Sonderregelungen samt Fangkartenpflicht. Die Zuwegung führt teils über Feld- und Wiesenwege, manche Zufahrten sind nur zu Fuß nutzbar, und landwirtschaftliche Wege solltest du nur mit Erlaubnis des Landwirts befahren. Welche Erlaubnisse du für diesen Abschnitt brauchst und welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein. Dann steht einem ruhigen Tag an der Westoder nichts im Weg. Petri Heil!