Mosel
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Fischerei-Pächter Hans-Joachim Riemer
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Beschreibung
Von der Schleuse Lehmen bis ans Deutsche Eck
Auf den letzten rund 19 Kilometern vor der Mündung in den Rhein zeigt sich die Mosel als ruhig gestaute Wasserstraße. Hinter der Staustufe Lehmen zieht der Fluss nordwärts an Niederfell, Kobern-Gondorf und Dieblich vorbei, ehe er bei Winningen in einem weiten Bogen nach Südwesten schwenkt. Das Südufer ist über weite Strecken von Wald gesäumt, während sich auf der Nordseite die bekannten Steillagen der Untermosel auftürmen. Kurz hinter Lay dreht der Strom wieder nach Norden, wird im Stadtgebiet von Koblenz spürbar breiter und endet schließlich an der Staustufe Koblenz, nur einen Steinwurf vom Deutschen Eck entfernt.
Weil dieser Abschnitt zur Stauhaltung Koblenz gehört, fließt das Wasser gemächlich und steht über sandigem Grund. Für dich heißt das: gleichmäßige Tiefen, klar erkennbare Kanten an den Buhnen und ufernahe Strukturen, an denen sich Fisch sammelt.
Welche Fische dir hier an den Haken gehen
Die Artenvielfalt kann sich sehen lassen. Zander stehen ganz oben auf der Wunschliste vieler Spinnangler, und auch Barsch und Rapfen sind reichlich vertreten. Hecht zieht vor allem in den ruhigeren Randbereichen seine Kreise. Wer es lieber gemütlich angeht, trifft auf Aal, Karpfen, Schleie, Barbe, Döbel und Brachsen, dazu jede Menge Rotaugen und anderen Weißfisch. Auch kapitale Welse gehören längst zum Bestand und sorgen für den ein oder anderen unerwarteten Drill.
So fischst du die Untermosel erfolgreich
An der gestauten Mosel spielst du deine größten Trümpfe mit der Spinnrute aus. Eine Rute um 2,70 Meter bringt den Gummifisch bis in die Flussmitte, und in der Strömung darf das Jigkopfgewicht ruhig kräftig ausfallen, damit du sauberen Grundkontakt behältst. So setzt du Zander, Barsch und Hecht gezielt nach. Magst du es ruhiger, ist der Ansitz mit Grund- oder Feederrute auf Aal, Wels und Friedfisch eine sichere Bank, und mit der Karpfenmontage lassen sich die schweren Rüssler überlisten.
Ein paar Dinge solltest du vor dem ersten Wurf klären:
- Entlang der Strecke liegen mehrere Schonbezirke, die sogenannten Lachen. Informier dich vorab, wo du ansitzen darfst.
- Welche Karten es für die Stauhaltung gibt und was gerade gilt, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Fischereipächter.
- Aktuelle Schonzeiten und Mindestmaße erfährst du ebenfalls beim Pächter, bevor du loslegst.
Petri Heil an der Untermosel!