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Beschreibung
Wo die Mosel sich unter dem Calmont windet
Zwischen den Staustufen St. Aldegund und Bruttig-Fankel zieht die Mosel rund 18 Kilometer in großen Schleifen durch eines der steilsten Weinbaugebiete Europas. Ab St. Aldegund läuft der Fluss zunächst nordwärts an Neef vorbei, legt sich auf Höhe Bremm in einen engen Mäander unter dem Calmont und dreht bei Ediger-Eller nach Südwesten. Bei Nehren und Senheim knickt er wieder scharf nach Norden ab, ehe die Strecke an der Stauanlage Fankel endet. Vier ausgeprägte Außenkurven prägen diesen Abschnitt, dazu ein überwiegend sandiger Grund und Ufer, die fast durchgehend von Reben gesäumt sind.
Friedfisch an der Strömungskante, Räuber in der Tiefe
Der sandige Untergrund und die wechselnden Strömungsbilder machen die Stauhaltung zu einem klassischen Feeder-Revier. An der Strömungskante kommst du mit kräftigen Feedermontagen auf Weißfische, Barben und Karpfen, wobei eine Heavy-Feederrute kein Luxus ist, sobald eine gute Barbe in die Hauptströmung flüchtet. Wer es auf Räuber abgesehen hat, ist hier ebenfalls gut aufgestellt: Hecht, Zander, Wels und Aal stehen im Bestand, dazu Rapfen und Döbel im schnelleren Wasser. Lange Spinnruten mit ordentlichem Wurfgewicht bringen schwere Gummis bis an die Kanten der Buhnenfelder, und die Ansitzangelei mit Köderfisch ist gerade in den ruhigeren Innenkurven oft der sichere Weg zum Fisch. Die Mischung aus tiefen Außenkurven, Buhnen und flachen Gleithängen verteilt die Fische über den Tag, sodass sich Ansitz und aktives Spinnfischen gleichermaßen lohnen. Petri Heil.
Saison, Schonzonen und Angelkarten
Befischen lässt sich der Abschnitt das ganze Jahr über, ein paar Dinge solltest du dabei im Kopf behalten. Entlang der Ufer liegen mehrere Schonbezirke, die sogenannten Lachen als Laich- und Aufwuchsplätze, in denen im Frühjahr nicht geangelt werden darf. Auch die Bereiche unmittelbar an den Schleusen und Stauanlagen sind als Schonzonen tabu. Während der Frühjahrsschonzeit ruht das Raubfischangeln mit Kunst- und Naturködern, lediglich die künstliche Fliege bleibt erlaubt. Welche Schonzeiten, Mindestmaße und Sperrzonen aktuell genau gelten, klärst du am besten direkt beim Bewirtschafter, bevor du losziehst. Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreskarten für die Stauhaltung gibt der Fischereimeister vor Ort in Pommern aus, der auch Karten für die gesamte deutsche Moselstrecke führt.