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Beschreibung
Renaturierte Altarme zwischen Lichtenfels und Ebensfeld
Wer die Strecke A am Main im Landkreis Lichtenfels vor zehn Jahren kannte, reibt sich heute die Augen. Auf dem Abschnitt vom Wehr Lichtenfels bis nach Ebensfeld haben umfangreiche Renaturierungen den Fluss umgekrempelt. Flache und tiefe Bereiche wechseln sich ab, Rückströmungen haben sich gebildet, und überall sind Laich- und Jungfischzonen entstanden. Für dich als Angler heißt das vor allem eins: Struktur, wohin du schaust.
Das eigentliche Pfund dieser Strecke sind die Altarme, die zur Karte A gehören. Besonders ab Höhe der Autobahnbrücke bis Reundorf reiht sich ein stiller Wasserarm an den nächsten. Schilfgürtel, Flachwasserzonen, Krautfelder und Seerosen prägen das Bild. Solche ruhigen, gedeckten Bereiche ziehen Fisch an, weil sie Deckung, Nahrung und im Sommer Schatten bieten.
Was im stillen Wasser steht
In den Altarmen und im angrenzenden Hauptlauf triffst du auf Hecht, Zander, Wels und Karpfen. Gerade die krautigen Flachzonen und Seerosenfelder sind klassisches Hechtrevier, während sich an den tieferen, ruhigen Stellen ein Ansitz auf Karpfen lohnt. Was gerade beißt, hängt stark von Jahreszeit und Wasserstand ab, deshalb lohnt es sich, ein, zwei Stellen abzuklappern, bevor du dich festlegst.
So angelst du hier
Die Mainfischereigemeinschaft Lichtenfels hält vergleichsweise lockere Regeln, was dir am Wasser einiges an Freiheit lässt. Nachtangeln ist möglich, anfüttern ebenso, und das Ausbringen der Köder mit einem Schlauchboot ohne Motor ist erlaubt. Geangelt wird vom Ufer aus. Der Spinnfischer kommt außerhalb der Schonphase auf seine Kosten, und auch Fliegenfischer finden hier passende Plätze. Welche Schonzeiten und Mindestmaße aktuell gelten und welche Karten es für die Strecke gibt, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein.
Noch ein Hinweis: Die Altarme sind ein empfindliches Stück Natur und werden auch von Spaziergängern und Erholungssuchenden genutzt. Wer sich rücksichtsvoll verhält und seinen Platz sauber hinterlässt, sorgt dafür, dass dieses Revier so schön bleibt, wie es heute ist. Petri Heil.