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Beschreibung
Angeln an der Lahn zwischen Dausenau und Bad Ems
Rund vier Kilometer Lahn liegen hier vor dir, von der Ortsgrenze Dausenau bis hinunter ins Stadtgebiet von Bad Ems samt der Flussinsel Silberau. Der Fluss zeigt auf dieser Strecke zwei Gesichter: meist gemächlich fließend und etwa 40 Meter breit, vor dem Wehr an der Inselspitze staut er sich auf bis zu 70 Meter und wird richtig ruhig. Genau dort, im langsamen Wasser mit seinen ausgedehnten Krautfeldern im flachen Uferbereich, sammelt sich das Leben. Der Grund ist überwiegend sandig, die Durchschnittstiefe bleibt mit knapp zwei Metern überschaubar, tiefere Rinnen reichen bis etwa vier Meter.
Wo die Großen stehen
Der Uferabschnitt auf Höhe der AOK Klinik hat sich einen Namen gemacht. Hier zieht es kapitale Karpfen und Waller in die krautigen Flachzonen, gerade in den warmen Monaten lohnt der Ansitz mit schwerem Gerät. Wer auf Raubfisch aus ist, hält sich eher an die Strömungskanten rund um das Wehr und die kleine Schleuse im Stadtbereich. Diese Strukturen mit ihrem Wechsel aus Stillwasser und Zug sind klassische Standplätze für Hecht und Zander, und mit dem Gummifisch oder Wobbler an der Spinnrute kommst du sie am besten an. Unterhalb des Wehres öffnet sich das Wasser auch für die Fliege.
Der Bestand ist bunt und gibt über das Jahr verteilt für jeden etwas her:
- Friedfisch satt mit Karpfen, Schleie, Barbe, Döbel und reichlich Weißfisch
- Räuber wie Hecht, Zander und Flussbarsch an den Kanten und im staunahen Bereich
- Wels, der hier seit Jahren stärker wird und längst Größen jenseits der Meter erreicht
- dazu Aal in den Dämmerstunden und vereinzelt Bach- und Regenbogenforelle
Gut zu wissen vor dem Anwurf
Bewirtschaftet wird die Strecke vom Fischereiverein 1928 e.V. Bad Ems, der die Lahn von Dausenau bis Fachbach und Nievern betreut. Nachtangeln ist an dieser Strecke möglich, was den Ansitz auf Aal, Karpfen und Wels deutlich attraktiver macht. Ein paar Bereiche sind allerdings tabu, etwa die Ufermauer im Kurparkbereich und die Zone direkt am Kraftwerk. Welche Erlaubnisscheine du brauchst, welche Schonzeiten und Mindestmaße aktuell gelten und wo genau du angeln darfst, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein. Dann steht einem entspannten Tag am Wasser nichts im Weg. Petri Heil!