Kocher
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Fischereiverein Gaildorf e.V.
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Beschreibung
Der Kocher rund um Gaildorf
Zwischen dem Wehr bei Ottendorf und dem Zusammenfluss mit dem Hopfenbach südlich von Altschmiedelfeld zieht der Kocher mitten durch das württembergische Gaildorf im Landkreis Schwäbisch Hall. Der Fluss kommt vom Fuß der Schwäbischen Alb, wo er aus mehreren Karstquellen entspringt, und legt bis zu seiner Mündung in den Neckar rund 168 Kilometer zurück. Die Strecke des Fischereivereins erwischt ihn auf seinem mittleren Weg, mal flott und klar, mal ruhig gestaut. Genau diese Mischung macht den Abschnitt für ganz unterschiedliche Angler interessant.
Strömung, Stau und das Wehr bei Ottendorf
Das Wehr unterhalb von Ottendorf prägt den unteren Teil der Strecke spürbar. Oberhalb staut sich das Wasser, läuft langsamer und tiefer, während sich weiter flussauf wieder zügigere Rauschen und Gleiten abwechseln. Wo Bäche wie der Hopfenbach einmünden, bringt frisches, sauerstoffreiches Wasser Bewegung in den Bestand und schafft kleine Sammelpunkte für Fisch. An solchen Kanten, an Kehrwassern hinter Hindernissen und in den tieferen Rinnen lohnt sich ein genauer Blick, bevor du den ersten Wurf setzt.
Was hier schwimmt
In den kühleren, schneller strömenden Passagen stehen Bachforelle, Regenbogenforelle und Äsche, die hier gute Bedingungen finden. In den ruhigeren Staubereichen verschiebt sich das Bild Richtung Hecht, Zander und Karpfen, dazu kommen Aal und der kräftige Waller, der im Kocher ebenfalls heimisch ist. Wer auf Raubfisch geht, tastet sich am besten an Strömungskanten und Tiefenlöchern entlang, während sich Friedfischangler in den langsameren Bereichen oberhalb des Wehrs wohlfühlen. Geangelt wird auf dieser Strecke täglich mit zwei Handangeln.
Vom Floßholz zum Floßfest
Der Kocher hat eine lange Geschichte als Transportweg. Schon im Mittelalter wurde auf ihm Brennholz für die Salzsieder in Schwäbisch Hall geflößt, jährlich gingen Hunderttausende kurzer Scheite auf die Reise flussab. Jeder Block trug ein eigenes Floßmal, an dem sich später ablesen ließ, wer ihn eingeworfen hatte. An diese Zeit erinnert in Gaildorf bis heute das alljährliche Floßfest. Tageskarten und die geltenden Bestimmungen klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein, der die Strecke betreut. Petri Heil am Kocher.