Hohendeicher See
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Beschreibung
Tiefes Wasser vor den Toren Hamburgs
Südöstlich von Hamburg, eingebettet in die flache Elbmarsch bei Ochsenwerder, liegt der Hohendeicher See, den viele auch unter dem Namen Oortkatensee kennen. Entstanden ist er in den 1960er-Jahren, als hier Kies und Klei für den Hochwasserschutzdeich abgebaut wurden. Geblieben ist ein erstaunlich tiefes Gewässer von rund 62 Hektar, das an seiner tiefsten Stelle bis auf etwa 19 Meter hinabreicht. Diese Tiefe macht den Unterschied: Während flache Marschseen im Hochsommer rasch aufheizen, hält der Hohendeicher See kühlere Zonen vor, in die sich die Fische zurückziehen.
Vom Spinnköder bis zur Grundmontage
Der See ist ein Allrounder. Spinnfischer kommen hier am ehesten auf ihre Kosten, denn Hecht, Zander und Barsch stehen entlang der Kanten und an den Übergängen zwischen Flach und Tief. Wer die Strukturen liest, findet die Plätze: scharfe Abbruchkanten, an denen das Wasser von wenigen Metern auf zweistellige Tiefen abfällt, sind klassische Standplätze für Raubfisch. Für Friedfischangler hält der See ebenfalls einiges bereit. Neben Karpfen und Schleie tummeln sich Brassen, Rotaugen und Rotfedern in den ruhigeren Bereichen, und auch kapitale Welse oder Aale gehen gelegentlich an den Haken. Eine ruhige Grund- oder Ansitzmontage am Abend ist nie verkehrt.
- Tiefe Kanten: Übergänge von Flach- zu Tiefwasser lohnen sich für Raubfisch übers ganze Jahr.
- Flache Buchten: im Frühjahr erste Anlaufstelle für Karpfen und Schleie, sobald sich das Wasser erwärmt.
Angeln vom Ufer und vom Boot
Du kannst den See sowohl vom Ufer als auch vom Boot befischen, allerdings nur mit muskelbetriebenen Booten. Motoren jeder Art, auch Elektromotoren, bleiben draußen. Gerade vom Boot erschließt du die tieferen Bereiche in der Seemitte, die vom Ufer kaum erreichbar sind. Bewirtschaftet wird das Gewässer vom Anglerverband Hamburg e.V. Ob und welche Karten es für Gäste gibt und welche Regeln gerade am Wasser gelten, klärst du am besten direkt beim Verein. Dann steht einem ruhigen Tag am Wasser nichts im Weg. Petri Heil.