Ems
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Unterer Streckenabschnitt im Sommer stark verkrautet und nur über Naturwege mit wenigen Angelplätzen erreichbar.
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Beschreibung
Die Ems bei Telgte: zwei Gesichter auf einer Strecke
Mitten im Münsterland zieht die Ems durch Telgte, und der Angelsportverein Telgte bewirtschaftet hier ein Stück Fluss, das dir auf wenigen Kilometern zwei völlig unterschiedliche Charaktere zeigt. Oben ruhig und gleichmäßig, weiter unten wilder und tiefer. Wer beide Abschnitte kennt, hat für fast jede Laune und jeden Zielfisch das passende Wasser vor der Nase.
Oberems: ruhiges Wasser für Friedfischfreunde
Der obere Abschnitt erinnert im Profil eher an einen Kanal. Der Verlauf ist gerade, die Ufer sind über weite Strecken mit Steinschüttungen gesichert. Bei mittlerem Wasserstand schiebt eine mäßige Strömung, im sommerlichen Niedrigwasser steht das Wasser dagegen fast. Im Schnitt geht es rund zwei Meter tief hinab, doch mit der Lotrute findest du immer wieder Plateaus und kleine Vertiefungen, die aus der gleichförmigen Sohle herausstechen. Genau solche Kanten lohnen einen genaueren Blick.
Die echten Hotspots verraten sich von selbst: Teichrosenfelder, überhängende Sträucher und alles, was die Monotonie unterbricht. Hier sammelt sich der Friedfisch, und weil sich die Oberems mit den unterschiedlichsten Methoden befischen lässt, lassen die Bisse meist nicht lange auf sich warten. Ein Abschnitt, an dem auch Einsteiger schnell zu ihren Fischen kommen.
Unterems: Struktur, Tiefe und kapitale Räuber
Weiter flussab ändert sich das Bild. Auch die Unterems trägt die Spuren alter Wasserbaumaßnahmen, doch begradigt wurde sie nur wenig. Über die Jahre hat sich der Fluss tief in den sandigen Boden gegraben, was du an der hohen, steil abfallenden Uferlinie siehst. Die Tiefe wechselt ständig, von gut einem Meter bis auf über vier Meter im Außenbogen der Flussbiegungen, und die Strömung läuft hier zügiger.
Der untere Teil der Strecke wächst im Sommer zu einem regelrechten Urwald zu und hält nur wenige bequeme Plätze bereit. Wen das nicht schreckt, den erwartet eine erstklassige Raubfischangelei. Hecht, Zander und Aal stehen hier in stattlichen Größen, gern im Schutz von Astwerk und Wurzeln. Für Kunstköderangler heißt das: über Wasser mit der üppigen Ufervegetation kämpfen, unter Wasser mit Hängern rechnen. Petri Heil ist hier verdient.
Gut zu wissen vor dem Wurf
Von Mai bis August sind an den Wochenenden tagsüber viele Kanufahrer auf der Unterems unterwegs, in diesen Stunden angelst du entspannter in den Randzeiten. Bewirtschafter ist der Angelsportverein Telgte, und Gastkarten für den Bereich Telgte bekommst du über den Verein. Welche Karten es gibt und welche Schonzeiten und Mindestmaße aktuell gelten, klärst du am besten direkt dort, bevor du losziehst.