Elsterwerda-Grödel-Floßkanal
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Beschreibung
Der Floßkanal im Elbe-Elster-Land
Zwischen Grödel an der Elbe und Elsterwerda zieht sich der Elsterwerda-Grödel-Floßkanal fast schnurgerade durch die sächsische Landschaft. Schon 1748 fertiggestellt, brachte er einst Holz Richtung Dresden und Meißen, heute ist er ein ruhiges Stück Wasser für Angler, die es gern überschaubar mögen. Mit sieben bis neun Metern Breite gehört er zu den schmalen Revieren, und genau das macht ihn reizvoll: Du erreichst beide Ufer bequem und liest das Wasser fast wie ein Buch.
Wo der Kanal seine Struktur zeigt
Auf den ersten Blick wirkt so ein Kanal gleichförmig, aber das täuscht. Sechs verbreiterte Ausweichstellen, an denen sich früher die Lastkähne begegneten, brechen die Linie auf und schaffen kleine Becken mit etwas mehr Tiefe und Standraum für Fisch. Solche Stellen sind oft den Versuch wert. Zwischen Pulsen und Gröditz speisen die drei Mündungsarme der Großen Röder den Kanal, dort kommt etwas Bewegung ins sonst stille Wasser. Der Grund ist überwiegend sandig, Schilfkanten und Wasserpflanzen säumen weite Abschnitte und geben Fried- wie Raubfisch Deckung. Wer leise unterwegs ist, teilt sich das Ufer übrigens mit Bibern und allerlei Wasservögeln.
Petri am stillen Kanal
Der Bestand ist solide gemischt. Auf Schleie und Barsch kommst du hier ebenso wie auf Hecht, und in der Dämmerung lohnt der Ansitz auf Aal entlang der Krautkanten. Weil das Wasser schmal und meist ruhig ist, spielt das Posenangeln seine Stärke aus: feine Montage, dicht an der Kante, und du bist mitten im Geschehen. Bewirtschaftet wird die sächsische Strecke vom Anglerverband Elbflorenz Dresden. Welche Karten es gibt und welche Regeln und Schonzeiten gerade gelten, klärst du am besten direkt beim Verein, bevor du losziehst. Petri Heil.