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Beschreibung
Tideelbe bei Freiburg: wo der Strom mit den Gezeiten atmet
Am Kehdinger Ufer der Elbe, direkt vor Freiburg, bekommst du Fluss-Angeln unter Tide-Bedingungen. Hier schiebt zweimal am Tag das Wasser elbabwärts und wieder herauf, und genau dieser Wechsel bestimmt, wann und wo etwas geht. Der Strom ist breit, das Ufer flach und vom Deich geprägt, dahinter beginnt das offene Marschland. Wer den richtigen Tidenstand erwischt, fischt hier auf einen Abschnitt, der Richtung Außenelbe schon den Brackwasser-Charakter der Nordsee mitbringt.
Was die Strömung dir vor die Rute spült
Der Hauptstrom und die strömungsstarken Kanten sind dein Revier, wenn du es auf Grund versuchst. Aal und Flunder stehen gern in diesen Bereichen, vor allem in den Dämmerstunden und nach Einbruch der Dunkelheit. Auf Grundmontage mit Wurm oder Fischfetzen lässt sich beides gut beangeln, sobald das Wasser zu laufen beginnt. Die Tide arbeitet dabei für dich: Mit ablaufendem Wasser werden Futterpartikel und Kleinfische bewegt, und die Räuber stellen sich genau an diese Bänder.
Der Stint zieht jedes Frühjahr aus der Nordsee in die Elbe, und mit ihm kommen die Jäger. Zander gilt als das Aushängeschild des Stroms, dazu kommen Hecht und Barsch, die in Tidegewässern reichlich vertreten sind. Auf Gummifisch oder Wobbler an der Kante zwischen Flach und Fahrrinne kannst du gezielt nach ihnen suchen. Wer es ruhiger mag, findet im langsameren Wasser Brachse, Rotauge und Döbel, und mit etwas Glück steigt eine kräftige Barbe oder ein Karpfen ein. Auch Welse sind im Strom unterwegs.
So gehst du den Abschnitt an
Plane deinen Ansitz immer um die Gezeiten herum. Die letzten Stunden vor Hochwasser und die erste Phase des ablaufenden Wassers sind erfahrungsgemäß die aktivsten. Festes Schuhwerk lohnt sich, das Ufer ist schlickig und im Tidenhub schnell überspült, also halte Abstand zur Wasserlinie und behalte den steigenden Pegel im Blick. Wind aus West drückt zusätzlich Wasser herein und kann den Pegel über die Vorhersage heben.
Das Revier wird vom Anglerverband Niedersachsen betreut, der die Elbe-Strecken als Verbandsgewässer führt. Welche Karten es für diesen Abschnitt gibt und welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim Verein, bevor du losziehst. Dann steht einem langen Tag am Tidestrom nichts im Weg. Petri Heil.