Elbe
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Zugang am ostseitigen Ufer nur über die drei ausgewiesenen Hauptwege. Von km 390 bis 392 gilt vom Ostufer aus ein ganzjähriges Betretungs- und Angelverbot.
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Beschreibung
Elbe bei Tangermünde: Buhnenstrom mit Charakter
Auf rund sechs Kilometern zieht die Elbe hier an Tangermünde vorbei, von km 386 südlich der Stadt bis hinauf zur B188-Brücke bei km 392. Das ist kein gemütliches Stillwasser, sondern ein lebendiger Strom: 60 bis 100 Meter breit, durchweg flott unterwegs, mit einem kiesig-sandigen Grund, der ständig in Bewegung ist. Was den Abschnitt prägt, sind die zahlreichen Buhnen. Sie brechen die Hauptströmung, schaffen Kehrwasser und ruhige Taschen und sind damit genau die Stellen, an denen sich Fisch und Angler treffen. Zwischen 2 und 5 Metern liegt die Tiefe, je nach Pegel und Buhnenfeld.
Raubfisch zwischen den Steinpackungen
Wer auf Räuber aus ist, kommt an den Buhnen kaum vorbei. In den Kehrströmungen hinter den Steinpackungen stehen Barsch, Hecht und Zander und warten auf Beute, die aus der Strömung gespült wird. Eine kräftige Spinnrute mit etwa 30 bis 80 Gramm Wurfgewicht ist hier kein Luxus, sondern Pflicht: Du musst schwere Köder sauber in der Strömung führen und einem guten Fisch im Hauptstrom Paroli bieten können. Und ja, in der Elbe schwimmt auch der Wels. Geht hier einer der großen ans Band, bist du froh über jedes Gramm Rückgrat in der Rute. Neben den Räubern tummelt sich eine breite Weißfisch-Fraktion im Strom, von Aland und Rotauge über Brasse und Güster bis zu Döbel, Rapfen und Barbe.
Ansitz nach dem Takt der Frachter
Friedfischangler suchen sich ebenfalls die Buhnen, denn die flachen, strömungsberuhigten Zonen davor lassen sich gut befüttern. Ein Tipp, der diesen Abschnitt von vielen anderen unterscheidet: Füttere nach dem Rhythmus der Frachtschiffe. Die Elbe ist eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands, der Schiffsverkehr läuft praktisch durchgehend. Die Wellen der Pötte ziehen dein Futter in die Hauptströmung und tragen die Lockwirkung weit flussab. Wer das mitdenkt, holt Fisch aus erstaunlicher Entfernung an den Platz. Im Sommer trübt sich das Wasser meist deutlich ein, was den Fried- wie Raubfischen beim Vertrauen fassen durchaus hilft.
Bevor du loslegst
Bewirtschaftet wird die Strecke vom Tangermünder Anglerclub e.V. unter der Gewässernummer 2-422-12. Wichtig zu wissen: Am ostseitigen Ufer darfst du nur die ausgewiesenen Hauptwege zum Wasser nutzen, und im Bereich km 390 bis 392 gilt von dieser Seite ein ganzjähriges Verbot. Bootsangeln ist auf dem Abschnitt möglich. Welche Karten es gibt und welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein, bevor du ans Wasser fährst. Dann steht einem schönen Tag am Strom nichts im Weg. Petri Heil!