Elbe
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Beschreibung
Stromangeln zwischen Werben und der Landesgrenze
Auf rund 26 Kilometern zieht die Elbe hier linksseitig von Strom-km 428 bei Werben bis km 454 kurz vor der Grenze nach Brandenburg. Das ist freie, ungestaute Mittelelbe: kräftige Strömung, ein Fahrwasser, das ständig in Bewegung ist, und kilometerlange Reihen von Buhnen, die das Ufer gliedern. Genau diese Buhnenfelder machen den Abschnitt so reizvoll, denn hinter jedem Steinpaket dreht sich das Wasser, beruhigt sich und sammelt Nahrung. Wer die Strömungskanten lesen kann, findet hier seinen Fisch.
Wo die Räuber stehen
Die Kehrwasser hinter den Buhnen sind die klassischen Adressen für Zander und Rapfen. Im ablaufenden Wasser der Buhnenkessel lauern die Stachelritter auf Beute, während Rapfen oft im schnellen Strom an der Buhnenspitze rauben. Aal und Wels nehmen die tieferen Gumpen und Kolke an, die der Strom an den Prallhängen ausgewäscht hat. In den ruhigeren Randzonen und an den Gleitufern ziehen Brachsen und Rotaugen in Trupps, und im Winter macht die Quappe den Abschnitt für Spezialisten spannend. Petri Heil ist hier kein Selbstläufer, aber wer Zeit am Wasser investiert, wird belohnt.
Praktisches für deinen Ansitz
Schwere Grundmontagen sind am Strom Pflicht, sonst treibt dir die Strömung alles ab. Zum Feedern und Grundangeln auf Friedfisch suchst du dir am besten die Strömungsschatten direkt hinter den Buhnen, zum Spinnfischen tastest du die Kanten zwischen totem und fließendem Wasser ab. Beachte, dass im Bereich von km 450,9 bis 452 ein Uferbetretungsverbot gilt, dieser Streckenabschnitt ist tabu. Bewirtschaftet wird die Strecke vom Landesanglerverband Sachsen-Anhalt. Ob und welche Erlaubnisscheine du brauchst, klärst du am besten direkt beim Verband, ebenso die aktuell gültigen Schonzeiten und Mindestmaße.